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  4. Sandra Studer & Rainer Maria Salzgeber: Interview vor SRF-Sports-Awards

«Sports Awards»-Moderatoren

Studer und Salzgeber im intimen Doppel-Interview

Die beiden SRF-Moderatoren Rainer Maria Salzgeber, 50, und Sandra Studer, 50, sprechen im Blitz-Interview mit schweizer-illustrierte.ch über schöne Sportler, Ehe-Partner, Ticks und spannende WC-Lektüre.

Sports Awards 2019Die Moderatoren Rainer Maria Salzgeber und Sandra StuderCopyright: SRF/Oscar Alessio

Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber moderieren am 15. Dezember um 20.05 Uhr die «Sports Awards» auf SRF 1.

SRF/Oscar Alessio

Das finde ich an Rainer/Sandra super

Studer: Dass er immer noch mit derselben Frau verheiratet ist und immer noch mit derselben Frau moderieren möchte.

Salzgeber: Wenn ich nur so schön singen und tanzen könnte wie Sandra! Ich habe mich einige Male dazu überreden lassen. Ein aussichtsloses Unterfangen.

Das nervt mich an ihm/ihr ein bisschen

Studer: Dass er immer noch so gute Augen hat und seine Moderationskarten entsprechend in Mini-Hieroglyphen schreibt. Wie soll ich da mit meinen Multi-Dioptrien spicken, bitte schön?

Salzgeber: Dass sie um Welten besser tanzen und singen kann als ich. Zuerst nervt es mich, wenn ich es dann aber sehe und höre, schlägt meine Emotion augenblicklich in Bewunderung um.

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Sports Awards 2019Die Moderatoren Rainer Maria Salzgeber und Sandra StuderCopyright: SRF/Oscar Alessio

Meditativ versus freudig erregt: Studer und Salzgeber über ihre Rituale vor der Sendung.

SRF/Oscar Alessio

Mein Ritual vor der Sendung

Studer: Ich versuche seit Jahren vor einer grossen Sendung ein kurzes Autogenes Training zu machen. Aber mit Maske, Anziehen, Verkabeln und letzten Besprechungen rechts und links bleibt eine solche meditative Auszeit immer auf der Strecke.

Salzgeber: Ich bin absolut frei von Ritualen. Vor grossen Sendungen ist der Ablauf ja eh schon recht strukturiert und getaktet. Da brauche ich nicht noch ein Ritual. Vor den «Sports Awards» allerdings mische ich mich in den letzten beiden Stunden vor der Sendung immer unter die eintreffenden Sportlerinnen und Sportler. Diese Atmosphäre vor der Sendung ist einzigartig und durch nichts zu ersetzen. Ansonsten freue ich mich auf die Sendung. Ich will nicht nervös sein, sondern freudig erregt. Ich versuche, die Stimmung vor der Sendung in positive Energie umzuwandeln. In einem gewissen Sinne ist dies schon ein kleines Ritual.

Bei dieser Sportart würde ich mich blamieren

Studer: Da kommen mir viele in den Sinn. Aktuell vielleicht die Abfahrt? Ich bin ein Angsthase und würde diese steilen, eisigen Hänge im Stemmbogen runterfahren.

Salzgeber: Tanzen. Für den Hausgebrauch mit meiner Frau reicht es … aber ansonsten würde ich in einer solchen Disziplin mit meinen 186 cm nicht mal einen Blumentopf gewinnen.

 

Diesen Sportler/diese Sportlerin finde ich besonders attraktiv

Studer: Da kann ich von Mujinga Kambundji bis zu Granit Xhaka viele aufzählen. Und wenns exotisch sein darf: Pita Taufatofua aus Tonga. Er sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist ein origineller Kerl. Er wechselt immer mal wieder die Sportart und war der erste Tonganer auf Langlaufkiern bei Olympischen Spielen.

Salzgeber: Ich beneide die Sportlerinnen und Sportler um ihre makellosen Körper. Sie investieren aber auch Unmengen von Stunden darin. Vor allem freue ich mich, an den «Sports Awards» diese Athletinnen und Athleten für einmal in eleganter Robe und feinem Zwirn zu erleben.

 

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SRF

Diesem Menschen würde ich einen Award verleihen

Studer: Meinem Mann, der über Lang- und Kurzdistanz, mit Tempo, Schweiss und Adrenalin und trotz Schwächeanfällen, Tiefs und Hürden seit 29 Jahren mein Teamkollege ist und mit mir eine coole Mannschaft aufgestellt hat.

Salzgeber: Es versteht sich von selbst, dass ich hier mithalte. Ich bin mit meiner Frau genau 20 Jahre verheiratet. Ohne sie wäre mein Weg nicht möglich gewesen. Sie kommt für mich bei jeder Auszeichnung ganz zuoberst auf der Liste.

So entspanne ich nach der Arbeit

Studer: Nach der Arbeit erwartet mich meistens der Familientrubel. Das ist mehr spannend als entspannend. Es ist meine kostbarste Zeit. Erholen kann ich mich dann abends in der Horizontalen, wenn ich spät im Bett noch die Zeitung (auf Papier) lese.

Salzgeber: Komisch – ich erhole mich, wenn es hektisch wird. Ich bin nicht gerne alleine und habe praktisch immer Menschen um mich – am liebsten meine Familie. Da geniesse ich jede freie Minute. Freue mich auf eine gemeinsame Moderation mit meiner Tochter, einen gemeinsamen Matchbesuch mit meinem Sohn und den Genuss einer feinen Flasche Wein mit meiner Frau.

Das bringt mich auf die Palme

Studer: Ungerechtigkeit, Arroganz, Faulheit und Unfreundlichkeit.

Salzgeber: Wie könnte ich da etwas anderes auflisten. Die von Sandra aufgeführten Eigenschaften decken sich mit meinen Ansichten. Vielleicht ergänzen wir uns ja auch deshalb so gut beim Moderieren.

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SRF/Oscar Alessio

Diese Sünde gönne ich mir

Studer: Für immer und ewig Schoggi. Ich kann ohne sie nicht leben.

Salzgeber: Eine gute Flasche Wein lasse ich mir nicht nehmen.

Diesen Tick habe ich

Studer: Ich knirsche mit den Zähnen. Ich muss deshalb nachts eine Schiene tragen, sonst hätte ich schon lange keine Stockzähne mehr. Mein Kiefermuskel ist inzwischen olympisch.

Salzgeber: Ich soll schnarchen. Allerdings glaube ich es immer noch nicht…habe es ja noch nie selbst gehört!

2017 Sandra Studer, Rainer Maria Salzgeber, Sports Award

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Geri Born

Das lese ich auf dem WC

Studer: Auf unserem Gäste-WC liegt ein hoch amüsantes Buch: «Truth Facts». Es muss da unbedingt weg, unsere Gäste kommen gar nicht mehr aus der Toilette raus...

Salzgeber: Magazine, Magazine, Magazine… Sport, Sport, Sport… ich lese alles, was ich in die Hände bekomme.

Davon träume ich

Studer: Dass ich etwas jünger wäre und noch alle möglichen Tanzstile dieser Welt lernen könnte. Mit Salsa habe ich mir dieses Jahr immerhin selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht.

Salzgeber: Ich bin ein absoluter Realist und träume wenig. Schon gar nicht vom Tanzen, liebe Sandra. Es ist, wie es ist.

Von Tom Wyss am 15.12.2019
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