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«Eurovision: Europe Shine A Light»

Sven Epiney begleitet das «multikulturelle Feuerwerk»

Heute Samstagabend wäre in Holland das Finale des 65. Eurovision Song Contest ausgetragen worden. Wegen Corona muss der internationale Musikwettbewerb dieses Jahr aber pausieren. Als Ersatz wird länderübergreifend eine spezielle Eurovisions-Sendung ausgestrahlt. Wir haben mit SRF-Kommentator Sven Epiney über das TV-Ereignis gesprochen.

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SRF-Moderator Sven Epiney kommentiert seit Jahren das ESC-Geschehen live für das Schweizer Publikum.

SRF/Mirco Rederlechner

Sven Epiney, heute Samstag wäre der ESC-Final in Rotterdam über die Bühne gegangen. Wie fest schmerzt es dich als langjähriger SRF-ESC-Kommentator, dass der internationale Musikwettbewerb wegen der Corona-Krise dieses Jahr nicht stattfinden kann?
Natürlich ist es schade, dass das erste Mal in der über 60-jährigen ESC-Geschichte der Contest nicht in der gewohnten Form stattfinden kann – aber es ist auch absolut nachvollziehbar.

Zum Glück der Fans gibt es eine Ersatzsendung, die auf SRF 1 und auch international ausgestrahlt wird. Was dürfen die Zuschauer von der Eurovisions-Sendung «Eurovision: Europe Shine A Light» erwarten?
Zum Auftakt schauen wir zuerst mit «Die Schweiz am ESC – Dramen, Siege, Emotionen» um 20.10 Uhr zurück auf die Geschichte der Schweiz am grössten Musikwettbewerb der Welt. Zudem sehen wir, was backstage letztes Jahr bei Luca Hänni auf dem Weg zu seinem tollen vierten Platz alles passierte und wir stellen auch den aktuellen Schweizer ESC-Künstler Gjon’s Tears ein wenig näher vor. Ab 21 Uhr begrüssen uns live die ESC-Gastgeber aus den Niederlanden. Wir lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Songs kennen und dürfen uns auch auf ehemalige Gewinner wie Mans Zerlmerlöw, Netta, oder Johnny Logan und weitere Überraschungen freuen. Auch das Publikum wird via Social-Media mit eingebunden.

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«Wir dürfen uns auf ein multikulturelles Feuerwerk aus Musik und Emotionen freuen»

Mit dieser Sendung wird den 41 Künstlerinnen und Künstlern, die an den ESC gegangen wären, eine Plattform geboten. Was bekommen wir genau auf die Ohren?
In kleinen Filmchen, den sogenannten Postcards, werden die Künstlerinnen und Künstler kurz vorgestellt, gefolgt von einem Ausschnitt aus dem Song und einer Grussbotschaft. Damit haben alle Künstler des diesjährigen ESC die Möglichkeit, sich einem grossen Publikum zu zeigen.

Du kommentierst die Eurovision-Sendung für das Schweizer Publikum. Was ist dein persönliches Highlight an dieser Aufgabe?
Da es für uns keine Probe gibt, bin ich wie die Zuschauerinnen und Zuschauer gespannt, was uns bei «Eurovision: Europe Shine A Light» genau erwarten wird. Mein Highlight ist, dass der ESC trotz der schwierigen Zeit in der wir uns gerade befinden, dennoch in einer, wenn auch in anderer Form, stattfinden kann. Wir dürfen uns auf ein multikulturelles Feuerwerk aus Musik und Emotionen freuen.

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Für den Schweizer ESC-Vertreter, Gjon's Tears, ist es bitter, dass der Contest nicht wie gewohnt ausgetragen werden kann. Dank der Ersatzsendung kann er sich nun aber trotzdem vor internationalem Publikum präsentieren.

SRF/Lukas Maeder

«Ich bin überzeugt, dass Gjon’s Tears auch im nächsten Jahr mit einem tollen neuen Beitrag die Schweiz bestens vertreten wird»

2021 wird der 65. Eurovision Song Contest nachgeholt. Der Schweizer Vertreter, Gjon’s Tears, darf allerdings nicht mit seinem Song «Répondez-moi» antreten. Er muss, wie es das Reglement verlangt, einen neuen Song einreichen. Findest du diese Regelung in Anbetracht der speziellen Situation noch angebracht?
Natürlich ist es schade, da unser Lied beim Publikum schon im Vorfeld super angekommen ist. Die Regel, dass ein neuer Song für nächstes Jahr eingereicht werden muss, gilt ja für alle Länder und trifft damit alle gleich. Ich bin überzeugt, dass Gjon’s Tears auch im nächsten Jahr mit einem tollen neuen Beitrag die Schweiz bestens vertreten wird.

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Wir erinnern uns wehmütig ans ESC-Finale 2019 in Tel Aviv, Israel: Der Berner Luca Hänni schaffte es auf den sensationellen vierten Platz.

Keystone

Wenn du an all deine ESC-Kommentatoren-Jahre zurückdenkst: Welches war dein grösster Glücksmoment?
Da gibt es so viele! Zum Beispiel, als wir letztes Jahr mit Luca schon bei den Proben so mitgefiebert haben, dass es uns vor Ort die Härchen aufstellte. Aber auch beim Sieg von Conchita oder Loreen war in der Arena jeweils Gänsehaut pur angesagt.

Sendungshinweis

«Die Schweiz am ESC – Dramen, Siege, Emotionen» um 20.10 Uhr auf SRF1, ab 21.00 Uhr folgt die Übertragung von «Eurovision: Europe Shine A Light», kommentiert von Sven Epiney.

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Eurovision
Von Sarah Huber am 16.05.2020
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