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«Es hat mir wehgetan»

Tamy Glauser will doch nicht in den Nationalrat

Im Mai gab Tamy Glauser ihre Kandidatur für den Nationalrat bekannt. Für die Grünen wollte das Model den Kanton Zürich in Bern vertreten. Jetzt macht die Lebenspartnerin von Dominique Rinderknecht einen Rückzieher.

Tamy Glauser

Wollte für die Grünen in den Nationalrat: Tamy Glauser

Geri Born

Eigentlich ist sich Tamy Glauser die Öffentlichkeit gewohnt. Immerhin ist die 34-Jährige Model und schreitet an der Seite von Lebenspartnerin und Ex-Miss-Schweiz Dominique Rinderknecht, 30, regelmässig über die roten Teppiche der Schweiz. Nun wurde ihr der Rummel um ihre Person aber doch zu viel.

Im Mai gab Tamy Glauser bekannt, dass sie in den Nationalrat möchte, wurde anschliessend von den Grünen des Kantons Zürich auch offiziell nominiert. Dass sie von nun an noch mehr unter Beobachtung steht – damit rechnete Glauser aber wohl nicht. Denn kurz nach der Nominierung geriet sie in die öffentliche Kritik: Auf Instagram hatte sie geschrieben, dass das Blut von Veganern Krebszellen töten können. Dies löste zum Teil heftige Reaktionen aus. Zu heftige, wie nun klar wird.

Grenzen aufgezeigt

«Durch meinen Beruf bin ich mir zwar Öffentlichkeit gewohnt, dass aber eine sehr unbedarfte Aussage meinerseits derartige Reaktionen auslösen kann, damit habe ich schlicht nicht gerechnet. Es hat mir wehgetan und mir aufgezeigt, wo meine Grenzen liegen», schreibt Tamy Glauser nun auf Instagram. Sie habe sich deshalb entschieden, auf ihre Kandidatur zu verzichten. 

Spätere Kandidatur?

Ganz abschliessen mit der Politik will Tamy Glauser aber wohl trotzdem nicht. Zwar will sie aktuell nicht in den Nationalrat. Aber: «Dieses kurze, intensive Abenteuer hat mir grosse Lust auf Politik gemacht.» Entsprechend schliesst sie eine zukünftige Kandidatur auch nicht aus. «Wer weiss, vielleicht gibt es in vier oder acht Jahren sogar eine reifere und stärkere Nationalratskandidatin Tamy Glauser.»

Von Thomas Bürgisser am 31. Juli 2019