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Vermisste Fussballerin

Wer ist Florijana Ismaili?

Nach einem Sprung in den Comersee wird die Fussballerin Florijana Ismaili vermisst. Sie stand schon 33 Mal für die Schweizer Nationalmannschaft im Einsatz und gilt als «weiblicher Shaqiri».

Florijana Ismaili

Florijana Ismaili wird seit Samstag vermisst.

Keystone

Das Schicksal von Florijana Ismaili macht betroffen. Seit Samstagnachmittag bangen Freunde und Verwandte um das Leben der 24-jährigen Fussballerin. Sie ist von einem Motorboot aus in den Comersee gesprungen, seither fehlt jede Spur von ihr. Die Suche nach der jungen Frau läuft auf Hochtouren.

Florijana Ismaili aus Worben BE gehört zu den besten Fussballspielerinnen der Schweiz. Sie ist Captain des Berner Clubs YB und stand schon 33 Mal für die Schweizer Nati im Einsatz. Ihr Debüt hatte sie im Januar 2014.

Stolz, für die Schweiz zu spielen

Dass Ismaili, die albanische Wurzeln hat, für die Schweiz spielt, stand nie zur Debatte. Gegenüber «Blick» sagte sie 2016: «Ich bin hier aufgewachsen und habe von der U16 bis zur U19 gespielt. Ich bin stolz, für die Schweiz spielen zu dürfen.»

Frauen Fussball-Nati Florijana Ismaili Juni 2017

Florijana Ismaili setzt sich auch abseits des Platzes für den Frauenfussball ein.

Christoph Köstlin

Ihr Karriere begann Florijana mit zehn Jahren beim FC Walperswil. Mit 16 Jahren wechselte sie zu YB und ist dort eine Schlüsselspielerin. In der Nationalmannschaft hat Ismaili allerdings oft die Rolle des Jokers inne. 2017 wurde sie gar überraschend nicht an die EM in Holland mitgenommen. Doch Florijana kämpfte sich anschliessend zurück ins Kader.

Gerne wird die 24-Jährige als «weiblicher Shaqiri» bezeichnet. Das liegt nicht nur an der Herkunft: Genau wie Xherdan Shaqiri, 27, kann Florijana Ismaili sowohl im Sturm als auch auf der 10er Position spielen.

Florijana Ismaili

Florijana Ismaili im Einsatz für die Schweizer Nationalmannschaft.

Keystone

Kraft gibt Florijana Ismaili ihr Glaube. Sie ist Muslimin und betet vor jedem Spiel, wie sie 2017 gegenüber der «Schweizer Illustrierten» sagte. 

Ismaili engagiert sich auch abseits des Spielfeldes für den Frauenfussball. Etwa dafür, dass er von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird und weibliche Spielerinnen besser bezahlt werden.

Von Fabienne Eichelberger am 1. Juli 2019