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Früchte und Gemüse

Das Gute liegt so nah

Saftig, knackig, sinnlich: In eine Frucht oder ein Gemüse zu beissen, sonnengereift und frisch gepflückt, das ist wahrer Genuss.

Fruechte aus dem Wallis Aprikosen
Sedrik Nemeth

Die sandigen Böden des Rhonetals und der angrenzenden Südhänge sind ideal, um Früchte und Gemüse zu produzieren. Dazu kommen das milde Klima und die vielen Sonnentage. Vom Pfynwald bis zum Chablais wachsen und gedeihen vom frühen Frühling bis weit in den Herbst Produkte der Extraklasse. Dass sich Weintrauben hier wohlfühlen, ist wohlbekannt, ist der Kanton Wallis doch grösster Weinbauproduzent der Schweiz. Doch hier wächst noch viel mehr: Auf insgesamt 2213 Hektaren werden Früchte, auf weiteren 252 Hektaren wird Gemüse angepflanzt. «Das Wallis ist ideal für diese Kulturen», sagt Olivier Borgeat, Generalsekretär der Branchenorganisation Walliser Obst und Gemüse (IFELV). Durch die guten äusseren Bedingungen müssten weniger Hilfsmittel wie Dünger oder Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Zudem: «Durch die Nähe zur eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope in Conthey sind wir auch immer als Erste dabei, wenn es darum geht, neue nach-haltige Anbaumethoden zu testen und neue, resistentere Sorten anzubauen», so Borgeat.

Um den 225 Früchte- und Gemüseproduzenten auf dem Markt bei der Positionierung zu helfen, gibt es das Label Marke Wallis. Die Kriterien für die Vergabe der Marke sind streng: Neben der Walliser Herkunft muss ein spezifisches Pflichtenheft befolgt werden und sich der Betrieb verpflichten, die Werte der Marke und der nachhaltigen Entwicklung einzuhalten. Das Label kann nicht nur für Früchte und Gemüse erworben werden, sondern auch für die daraus verarbeiteten Produkte. Die Walliser wissen auch, wie man die Delikatessen verarbeitet: Der Apfelsaft der Marke Wallis, La Pépite von Fruits de Martigny, gewann die Goldmedaille von Swissfruit. Und auch der Aprikosennektar von Colline de Daval holte Gold.

Fruechte Wallis Birne Williamsbirne
Die Birne FRED. Saftig, geschmackvoll und leicht säuerlich. Sedrik Nemeth
Fruechte Wallis Brombeere
Das Wallis ist ein Beerenparadies. Sedrik Nemeth

Aprikosen
Wer Schweizer Aprikosen sagt, sagt Walliser Aprikosen: 97 Prozent der einheimischen Produktion stammen von hier. Lange war die Walliser Luizet alleinige Herrscherin, seit 1990 gibt es etwa dreissig neue Aprikosensorten, die für eine längere Erntezeit sorgen. Das Wallis kann so die Schweiz von Juni bis September mit der Sommerfrucht beliefern. 

Birnen
Sonne satt und fruchtbarer Boden: Die Williamsbirne hat im Wallis ihre ideale Heimat gefunden. Über siebzig Prozent der verkauften Früchte werden hier angepflanzt. Aber die Walliser sind auch innovativ. So wird neu auch die von Agroscope gezüchtete Birne FRED gehegt und gepflegt. Sie ist saftig, geschmackvoll, leicht säuerlich und hat ein festes und knackiges Fruchtfleisch.

Beeren
Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren – im Wallis werden mehr und mehr Bio-Beeren angebaut. Die frischen, aromatischen, süssen oder säuerlichen Beerenfrüchte der Marke Wallis lassen sich in Form von Säften, Früchtekuchen, Sirups, Sorbets oder Konfitüren geniessen. In Riddes wachsen seit über 200 Jahren sogar Goji-Beeren, die als Superfood bekannt sind.

Gemuese Wallis Tomate
Viel Sonne und mildes Klima – das Wallis ist der perfekte Anbauort für Tomaten. Sedrik Nemeth
Gemuese Wallis Spargeln
Der Spargelanbau ist aufwändig, aber er lohnt sich! Sedrik Nemeth

Tomaten
Einen idealeren Anbauort als das Wallis mit seinen vielen Sonnentagen und dem milden Klima können Tomaten nicht haben. War der Kanton lange Hauptproduzent der Schweiz, ist der Tomatenanbau heute viel geringer. Unvergessen, wie die Walliser Bauern in den Fünfzigerjahren 150 Tonnen Tomaten in die Rhone schütteten, um gegen billige Importe zu protestieren. 

Spargeln
Rund 15 Prozent der Schweizer Spargeln kommen aus dem Wallis. Auf insgesamt sechzig Hektaren werden weisse und grüne Spargeln angebaut. Sie wachsen im Tal der Rhone zwischen dem Mittelwallis und Chablais. Zehn Jahre Anbau sind nötig, um während acht Jahren ernten zu können. Allein das aufwendige Ausstechen der Spargeln ist für die Hälfte des Preises verantwortlich. 

Von Monique Ryser am 10. Mai 2019