Eurovision Song Contest Aargauer Sängerin disqualifiziert!

Am Freitag verkündete DRS3 seine drei Kandidaten, die es auf direktem Weg in die Entscheidungsshow um ein Ticket für den Eurovision Song Contest 2012 geschafft haben. Darunter auch die Aargauer Sängerin Sara McLoud. Doch wenige Stunden später war alles vorbei. Der Grund: ein Reglementsverstoss.

«Der Song darf nicht vor dem 1.9.2011 veröffentlicht worden sein (Radio, TV, Internet, öffentlich Aufführung, Tonträger usw.).» Das besagt Punkt 10 im Reglement zur Wettbewerbsteilnahme für die Eurovision-Song-Contest-Entscheidungsshow am 10. Dezember 2011. Genau gegen diesen Punkt hat die Aargauer Sängerin Sara McLoud nun verstossen und wurde nachträglich disqualifiziert. Dabei war sie ihrem Traum schon ein Stück näher gekommen.

Der Radiosender DRS, der drei fixe Startplätze für die Liveshow vergeben darf, verkündete am Freitag auf seiner Homepage die Namen. So haben es Patric Scott feat. Fabienne Louves und Guillermo Sorya geschafft. Zunächst stand auch Sara McLouds Name auf der Liste. Doch wenig später war alles vorbei. Sie hatte ihren Song «Lost» bereits 2009 in einer Akustikversion veröffentlicht. Ein Hörer hatte die Verantwortlichen bei DRS3 darauf aufmerksam gemacht. McLoud wurde nun nachträglich aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Des einen Leid, des anderen Freud: Atomic Angels aus Bern durften nachrücken.

Insgesamt dürfen 14 Acts in der Live-Show auftreten. Neben DRS3, hat RTS ebenfalls drei Startplätze und RSI deren zwei. Die restlichen sechs Plätze bestimmt zu je 50 Prozent eine Fachjury und das Internet-Publikum, das per Voting seinen Favoriten wählt. Die Rätoromanen fühlen sich bei diesem Wahlprozess benachteiligt - und gar vergessen gegangen. Mariano Tschuor macht seinem Ärger gegenüber «Blick» Luft: «Es wäre schön gewesen, wenn man auch an uns gedacht hätte.» Doch das romanische Radio und Fernsehen darf nicht wie seine Kollegen aus dem Tessin und der Westschweiz Kandidaten stellen. Der Schweizer ESC-Chef Sven Sarbach meint dazu lediglich, dass die ESC-Selektion ein gesamtschweizerischer Prozess sei. «Künstler aus allen Regionen, auch aus dem Ausland, können sich auf der Plattform anmelden.»

Das Voting auf der Homepage des Schweizer Fernsehens startet am 16. Oktober und dauert bis 31. Oktober.

 

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