Missen-Camp in Montreux Achtung, Kamera

Spass, Stress, Schönsein: Eine Woche haben sich die 16 Miss-Kandidatinnen in Montreux auf den wichtigsten Abend des Jahres vorbereitet - ihre Miss-Wahl in Genf.

Wer schön sein will, muss leiden. Bei diesem Satz rollen Mädchen meistens die Augen, nach dem Motto: Jajaja, sonst noch ein schlauer Spruch? Für Lorena Oliveri bekommt er nach ein paar Tagen High-Heel-Gestöckel eine neue Dimension. Sie liegt am Mittwochabend dieser Missen-Ausbildungswoche auf dem Bett und lässt sich von Missen-Mutti Karina Berger eine Spritze in die Bauchdecke stechen. Akute Thrombose-Gefahr, die Wadenmuskeln hart wie Stein, der Fuss steif. Für die nächsten Tage sieht es nach Bettruhe aus ...

Eine schlechte, wirklich schlechte Aus­gangslage, denn wie soll, wer schon in dieser Woche schlappmacht, ein ganzes Jahr harte körperliche Arbeit über­stehen? Posieren, lächeln, reisen, immer gut aussehen – meist tagelang in Pumps herumstehen. Karina Berger lächelt: «Alles nur Übung!»

Acht Tage wohnen die Mädchen im Hotel Fairmont Le Montreux Palace, das Zimmer mit Seesicht zu 889 Franken pro Nacht. Das Westschweizer Fern­sehen dreht Kurzfilme für die Wahl­sendung am 26. September. «glanz & gloria» produziert eine Sendereihe, an deren Ende die «Miss Perfect» gewählt wird. Die Schweizer Illustrierte foto­grafiert die legendären Bikini-Bilder und recherchiert eine Hintergrund-Reportage.

Ausschlafen gibt es nicht. Die Mädchen sitzen morgens um sieben mit müden Augen bei der Stylistin. Sie schminkt, frisiert, hilft beim Anziehen. Zwischen Fotoshootings und Filmdreh übt die Zürcher Choreografin Grazia Covre mit jeder Einzelnen: Hüftschwung, Pose, Augenaufschlag. Und damit jede weiss, warum sie sich das antut, kommen zwei echte Missen zu Besuch.

Quasi als Motivationsschub im Schönheitsstress: zuerst Christa Rigozzi (Miss Schweiz 2006), dann Whitney Toyloy, die amtierende Miss. Wie die Geschiche mit Lorena ausging? Nun, zum Geburtstagsständchen für Fatima Montandon humpelt sie schon ohne Krücken. Das Missen-Küken feierte am letzten Tag im Camp seinen 18. Geburtstag – strahlend schön.


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