«Das Supertalent» Alle reissen sich um den kleinen Ricky

Während seine Mitstreiter vor dem «Supertalent»-Finale vom Samstag ordentlich Muffensausen haben, bleibt Favorit Ricky Kam gelassen. Heiss auf den Titel und die 100'000 Euro Preisgeld ist das Berner Wunderkind nicht. Sein Vater verrät SI online, was ein Sieg bedeuten würde. Und wie er mit Kritik an seiner Kindererziehung umgeht.

Die Finalisten der diesjährigen Staffel von «Das Supertalent» sind sich bewusst: Ricky, 6, ist ihre grösste Konkurrenz. Der Junge aus Muri im Kanton Bern hat mit seinen Klavierkünsten Jury und TV-Publikum im Sturm erobert, längst wird er als Wunderkind und heisser Titel-Favorit gehandelt. Und der kleine Star selbst? Den lässt das alles kalt. Lieber tollt Ricky hinter den Kulissen herum, neckt seine Konkurrenten und spielt mit seinem Plüschaffen Ching-Ching. «Er fühlt sich hier wie zu Hause», sagt sein Vater Tony Kam gegenüber SI online. Gar keine Spur von Nervosität? «Überhaupt nicht.» Für den Kindergärtler sei die RTL-Castingshow mehr Abenteuer als Wettbewerb.

Seit Mittwoch ist Familie Kam in Köln, um sich auf das Finale vom Samstagabend vorzubereiten. Viel von der Stadt werden sie nicht sehen können. Zu bekannt ist Ricky schon. «Wir waren gestern im Supermarkt, als sich plötzlich eine Menschenmasse um uns herum versammelte», erzählt sein Vater. «Alle wollten Autogramme von Ricky.» Tony Kam passt das nicht, er will seinen Sohn vor dem grossen Rummel schützen. «Wir müssen sehr vorsichtig sein. Schliesslich ist er noch ein Kind. Und das soll er auch bleiben.» Das einzige, das ihn von seinen Altersgenossen unterscheide, seien seine flinken Finger, stellt der Vater klar. 

Die Kritik, dass sein Junge, der sich mit zweieinhalb Jahren erstmals an ein Klavier setzte, zum Erfolg getrimmt werde, kann der chinesische Mediziner deshalb nicht nachvollziehen. «Wer glaubt, Ricky sei den ganzen Tag in seinem Zimmer eingeschlossen und müsse Klavier spielen, liegt falsch», sagt er. Er übe zweimal pro Woche mit seinem Lieblings-Klavierlehrer Albert Sidler. Und zu Hause spiele er jeweils höchstens 15 Minuten am Stück, «zum Beispiel kurz vor dem Nachtessen und danach noch einmal». Ricky lerne einfach unglaublich schnell und besitze das «absolute musikalische Gehör».

Auf einen allfälligen Sieg am Samstagabend ist Familie Kam nicht vorbereitet. «Ein Schock» wäre das, beschreibt Vater Tony. Man habe weder eine Facebook-, noch eine eigene Internet-Seite oder einen Fanclub für den Jungen eingerichtet. «Ohne die Unterstützung des Schweizer TV-Publikums hätte er es deshalb nie so weit geschafft. Dafür sind wir sehr dankbar», sagt er. Und fügt an: «Er konnte sein Potenzial zeigen. Und das reicht.»

Das Finale von «Das Supertalent» sehen Sie am Samstag um 20.15 Uhr auf RTL.

 

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