Ariella Kaeslin Ari turnt aus der Reihe

Egal, was sie anzieht: Die Sportlerin des Jahres 2008 sieht immer toll aus! Kunstturnerin Ariella Kaeslin zeigt fünf coole Looks zu Schnäppchenpreisen.

Ariella Kaeslin kümmern Klischees null. Während die meisten Kunstturnerinnen wie Mikadostäbchen daherkommen, wartet die 21-Jährige mit weiblichen Formen auf. Ari wiegt bei 1,65 Meter 55 Kilo.

Ganz Frau! Am Morgen nach ihrem überwältigenden Triumph bei den Credit Suisse Sports Awards erscheint die Luzernerin strahlend schön in der Lobby des Basler Swissôtel Le Plaza. Jeans und Wollpullover kleiden sie ebenso gut wie die lange, dunkle Robe am Gala-Abend zuvor.

Unsere Miss Sport – kein bisschen müde nach dieser kurzen Nacht? «Ich bin etwa um drei Uhr ins Bett gekommen. Zwar aufgewühlt, aber total geschafft. Ich bin auf der Stelle eingeschlafen. Und jetzt sehe ich wohl fitter aus, als ich bin. Es bitzli bschiisse chammer scho!» 

Auch beim Mode-Shooting mit der Schweizer Illustrierten kurz vor den Sports Awards hatte die junge Athletin (5. Rang im Sprung in Peking) gezeigt, wie wandelbar sie ist. Und lieferte den Beweis, dass man für coole Mode kein Vermögen ausgeben muss. Kein Outfit überschreitet die 400-Franken-Marke.

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Frau Kaeslin, Sie haben bei den Sports Awards Ihre Konkurrentinnen richtiggehend deklassiert. Wie erklären Sie sich diese gloriose Wahl?
Ich verstehe es selbst noch nicht ganz. Vielleicht haben die Leute erkannt, wie viel Mühe und Leiden hinter dem Kunstturnen stecken.

War nicht ebenso entscheidend, dass die Leute Sie als Frau mögen? Sie sind ein «Schätzchen der Nation».
Ich ein Schätzchen? (Lacht.) Ich kann auch anders! Aber es ist sicher so, dass ich kein langweiliges «Brävchen» bin. Und ich gebe zu: Es gefällt mir, mich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. 

«Bei Männern bin ich eher wählerisch. Mein Freund müsste sehr viel Verständnis aufbringen»

Ihr gehauchter Kuss ins Publikum am vergangenen Samstag ist schon fast Kult. Eine vorbereitete Geste?
Kein bisschen, das war ganz spontan! Manchmal habe ich Mühe, schnell die richtigen Worte zu finden. Ich musste das Küsschen am Abend übrigens noch zigmal vorzeigen.

Welches war Ihr emotionalster Moment bei den Sports Awards?
Als ich zur Bühne schritt, musste ich die Tränen zurückhalten. Da sind mir all die harten Momente meiner Turnkarriere wie ein Film durch den Kopf gegangen. Und als ich unter den zahllosen Glückwunsch-SMS jene meines Vaters entdeckte, hat mich das auch speziell berührt. Er konnte im Gegensatz zu meiner Mutter und meinem Bruder leider nicht dabei sein.

Und nun, belohnen Sie sich mit einer speziellen Shoppingtour für diesen Titel?
Oh, ich sollte mich da wohl etwas zurückhalten. Meine Leidenschaft fürs Lädele ist ja seit der Sendung nun allgemein bekannt … Ich lade statt-dessen meine zwölf Turn-Chicas, unsere Turnerinnenclique, vor Weihnachten fein zum Essen ein. Das ist auch für mich Entschädigung für gewisse Dinge, auf die ich zugunsten des Sports verzichten muss.

Dazu zählt etwa, dass Sie keinen Freund haben, bei Pizza passen müssen – und sonst?
(Lacht.) Bei Männern bin ich ohnehin wählerisch. Und mein Freund müsste viel Verständnis aufbringen. Ich trainiere 30 Stunden pro Woche. Und was die Pizza angeht: Wenn ich mal Lust habe, gönne ich mir eine. Prinzipiell ernähre ich mich jedoch sehr gesund.

Wie sieht Ihr Leben abseits vom ­Wettkampf aus?
Shopping ist mein Ausgleichprogramm. Ich liebe es, bei Zara zu stöbern. Und ich mach gern Party. Mit den Chicas fahr ich dann nach Zürich und lass es krachen.

Das volle Programm?
Ja, wir «aperölen», gehen fein essen und tanzen im «Q» oder im «Rohstoff­lager» ab. Zürich ist cool. Irgendwann würde ich gern dort wohnen – am ­liebsten in einem Loft.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Mich interessiert Mode. Meine Turndress-Kollektion «Ariella goes China» habe ich selbst entworfen. Doch jetzt kon­zentriere ich mich vorerst auf die Olympischen Spiele 2012 in London. Da hab ich nochmals Grosses vor.

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