Porsche Boxster Spyder Auf die leichte Tour

Flach, leicht und spartanisch tritt die sportlichste Variante des Porsche Boxster ab Februar 2010 an. Und erinnert dabei nicht nur mit der Zusatzbezeichnung Spyder an den mythischen 550er von 1954.
Auf die leichte Tour
Auf die leichte Tour

Rund 80 Prozent aller je von ­Porsche gebauten Autos sind noch immer auf unseren Strassen unterwegs. Verschrotten? Keine Abwrackprämie der Welt könnte einen Porsche-Besitzer dazu bewegen, seinen Liebling so zu entsorgen.

Eine echte Notwendigkeit, einen Porsche durch ein neueres Modell zu ersetzen, gibt es sowieso nicht. Denn jeder hat Potenzial zum Klassiker. Nicht einfach für den deutschen Sportwagenbauer: Muss er sich doch immer wieder rentabel realisierbare Modellvarianten ausdenken, um Altkunden zum Kauf eines Neuen zu verführen.

Der neue Boxster Spyder ist eine solche Verführung. Bei seiner Entwicklung ging es nicht nur um die Leistungssteigerung von 10 PS. Vor allem das Gewicht wurde reduziert. Heckklappe und Türen bestehen aus Aluminium, der Korpus der Sitze aus leichtem Karbon. Das elektrische Verdeck, Radio und Klimaanlage schienen gar ganz entbehrlich. Selbst die Türgriffe wurden durch Gurtschlaufen ersetzt. Insgesamt um 80 Kilo speckte der Boxster so ab.

Und das ist beim Fahren auch spürbar: So agil, präzise und spurtstark fuhr sich bisher noch kein Boxster. Dank dem tiefen Schwerpunkt, dem überarbeiteten Fahrwerk und der Hinterachssperre sind Traktion und Fahrstabilität tadellos.

Allzu puristische Kargheit mag Porsche seinen Kunden aber doch nicht zumuten. So werden die Fenster weiterhin elektrisch betätigt. Bei Regen schützt eine manuell aufzuspannende Stoffplane den Innenraum. Und letztlich lässt sich manches Ausstattungsdetail, das aus Gewichtsgründen weichen musste, optional wieder zukaufen.

Dass die gegen Aufpreis erhältliche, superleichte Lithium-Starterbatterie nur beschränkt wintertauglich ist, dürfte kein Nachteil sein. Nicht bei einem Auto ohne Dach.


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