«DSDS» Backstage mit den Kandidaten

Bevor die sechs verbleibenden «Deutschland sucht den Superstar»-Kandidaten in der sechsten Mottoshow ums Weiterkommen kämpften, traf SI online die Gesangstalente in Köln. Was Stunden vor der TV-Show passiert - Sie erfahren es in der Bildergalerie.

Die sechste Mottoshow von «Deutschland sucht den Superstar» erweist sich als die letzte für die Zürcherin Zazou Mall, 26: Für ihre Darbietung von «A Night Like This» und «Waka Waka» erhält sie zu wenig Zuschaueranrufe, sie muss die Castingshow verlassen - eine herbe Enttäuschung: «Ich bin traurig und weiss nicht, wie meine Zukunft aussieht.»

STUNDEN VOR DEM AUFTRITT - DIE HAARE SITZEN (NOCH) NICHT

Wir blicken einige Stunden zurück. Am Nachmittag ist Zazous Welt noch in Ordnung: Etwas nervös und angespannt sei sie, sagt die Schweizerin zu SI online, aber sie freue sich auch. Während ihr die Stylisten die falschen Haarteile befestigen, ist der Platz vor dem Kölner Coloneum, dem Austragungsort von «DSDS» noch leer. Kaum etwas deutet darauf hin, dass in einigen Stunden rund 1200 Fans vor der Halle auf den Einlass warten werden. Ab und zu fährt ein Auto auf den Platz. Mütter, die mit ihren Kindern zu «Deutschland sucht den Superstar» fahren, in der Hoffnung, dass diese einen Blick auf ihre Idole erhaschen können.

Doch die sechs verbleibenden «DSDS»-Stars halten sich in den gut abgeschirmten Katakomben des Coloneum auf. Sie werden geschminkt, frisiert, angezogen und gestylt. «Wenn ich jeweils in der Maske sitze, kommt auch die Nervosität», sagt Sarah Engels, 18. «Dann weiss ich, die Mottoshow ist nicht mehr fern.» Sie fürchtet sich vor allem vor ihrer Perfomance von Christina Aguileras «Hurt». Es sei eine schwierige Nummer und die Zuschauer könnten jeden falschen Ton gleich hören. Sarah ahnt noch nicht, dass sie mit ihrer Darbietung für stehende Ovationen des Publikums und Tränen der Rührung bei Jurorin Fernanda Brandao sorgen wird.

«PANISCHE ANGST VOR DEM VERSAGEN»

In der Kandidaten-Lounge ruhen sich Marco Angelini, 26, und Ardian Bujupi, 19, noch etwas aus: Der Fernseher läuft, Marco freut sich über riesige Pakete von Fans. Sie beide seien kaum nervös, sagen sie. «Es bringt nichts, wenn man sich jetzt verrückt macht», weiss Ardian. «Ich versuche, so entspannt wie möglich an die Shows ran zu gehen.» Das kann er auch: Bisher glänzte er meistens mit nahezu perfekten Auftritten, Texthänger, wie sie Pietro Lombardi, 18 kennt, hatte er nie.

Mit seinem MP3-Player tingelt dieser noch im Gang herum, macht Spässe mit den RTL-Angestellten und übt seine Passagen von «Don't Worry Be Happy». Spricht man Pietro allerdings auf die sechste Show an, bekommt er fast panische Angst: «Ob ich meinen Text kann? Dass sehen wir heute Abend. Ich kann es nicht sagen», meint er. Zwar hilft ihm immer seine «Romanze» Sarah beim auswendig lernen, doch das allein ist kein Garant: «Ich singe meine Songs so oft durch – und trotzdem hat es nicht immer geklappt», sagt Pietro. Einen Grund für seine Texthänger kennt er nicht. Dafür weiss er, dass SI online über die «DSDS»-Stars berichtet: «Ihr ruft uns doch jede Woche, an um Fragen zu stellen», meint er.

SEBASTIAN WURTH FEHLT KURZ VOR DER HAUPTPROBE

Hinter der Bühne, fernab aller Scheinwerfer und kreischenden Teenies sind die «DSDS»-Stars nämlich so gar keine Stars: Anständig, natürlich und erschreckend normal geben sie geduldig Antwort, machen Witze, sind einfach Teenies. «Ich lese alles, was über mich geschrieben wird», erzählt Ardian. Er zählt die deutschen und Schweizer Medien auf, die über ihn berichteten – und nicht mit allen ist er zufrieden. «Ein Schweizer Blatt schrieb Scheisse über mich und Pietro», weiss er. «Sag denen einen netten Gruss, ich möchte nichts mehr mit denen zu tun haben.» Es scheint, als hätten ihn die negativen Worte getroffen. «Man muss sich extrem gewählt ausdrücken», sagt Marco. «Sonst kriegen die Journalisten einen Steilpass für gute Titel und böse Geschichten.»

Ganz geheuer scheint den sechs der Rummel um ihre Person noch nicht zu sein. Den sechs? Moment, einer fehlte bisher hinter der Bühne: Sebastian. «Er darf erst um drei Uhr kommen», sagt ein Mitarbeiter. Die Jugendschutzbestimmungen seien der Grund. Deswegen sitzt Sebastian auch immer nach 22 Uhr im Publikum.

Endlich ist der letzte da – und jetzt muss alles schnell gehen: Denn während die anderen schon alle bereit für die Hauptproben sind, glänzt Sebastians Haut noch, sein Outfit ist alltäglich und erinnert nicht an einen Superstar. Doch bevor er sich die Haare machen lassen kann, muss er alle begrüssen: Seine «DSDS»-Kollegen und die RTL-Crew. Offenbar ist er wirklich das Nesthäkchen, so wie ihn alle verhätscheln. «Ich sprach oft mit meinen Eltern über die Zeit nach ‹DSDS›», sagt er während des Schminkens zu SI online. «Ich werde so oder so meine Schule fertig machen.» Daneben würde er gerne weiter musizieren und eine CD aufnehmen. Die Songs würde er allerdings von andern schreiben lassen - «ein sechzehnjähriger Junge kann doch nicht selbst zwölf Albumtitel schreiben!»

Hektik macht sich breit: Jetzt müssen Zazou, Sarah, Pietro, Ardian, Sebastian und Marco auf die Bühne, um ihre Auftritte ein letztes Mal zu proben. Alles läuft so ab wie am Abend – bis auf die Einspieler: «RTL filmt uns die ganze Woche. Was sie im Einspieler bringen, sehen wir jeweils erst in der Liveshow», erzählt Pietro. Das sei nicht immer angenehm. Auf dem Weg Richtung Bühne strahlt Zazou über beide Ohren, sie freut sich auf ihre Darbietung - und weiss noch nicht, dass es das letzte Mal sein wird.

SI online traf die Kandidaten von «Deutschland sucht den Superstar» in Köln. Ihre Vorbilder, ihre Macken, ihre Beautygeheimnisse - demnächst auf dieser Seite.

Alles zu «Deutschland sucht den Superstar» erfahren Sie in unserem Dossier.

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