«Benissimo» Beni lässt die letzte Kugel rollen

Am 1. Dezember moderiert Beni Thurnheer das allerletzte «Benissimo». Das Staraufgebot ist gross, sehr zur Freude des Moderators, der ein grosser Rockfan ist. Traurig, dass seine Samstagabend-Kiste abgesetzt wird, ist er nicht, sagt Beni.

«Dass eine Show nach 21 Jahren abgesetzt wird, ist nachvollziehbar und nicht so tragisch», findet Beni Thurnheer, 63. «Auch wenn es wegen der Quoten nicht hätte sein müssen», sagt er gegenüber SI online. Das Ende seiner Samstagabend-Show «Benissimo» verarbeitet habe er bereits im Sommer. «Jetzt freue ich mich einfach auf die letzte Sendung». Dazu hat der bekennende Rock-Fan auch allen Grund: Die Superstars Kylie Minogue, Joe Cocker, Amy MacDonald, Pink und Robbie Williams beehren die «Benissimo»-Dernière. 

Am meisten fehlen werden ihm natürlich die Kollegen, sagt Beni. «Und der Adrenalinstoss vor der Sendung.» Worauf er gut verzichten kann? «Aufs Buhlen um die Gäste.» Das werde immer schwieriger, zumal die Künstler heute kaum mehr von ihren CD-Verkäufen leben können und nur noch in einer Sendung auftreten, wenn sie gerade auf Tour sind. Eines ist dem Winterthurer auch für die letzte Show noch wichtig: die akribische Vorbereitung. Er studiert zu Hause haufenweise Dossiers, macht Notizen, denkt sich Fragen aus, bereitet seine Texte vor - und lernt sie auswendig. Auf den Kärtchen, die er in der Sendung in der Hand hält, ist lediglich der Ablauf vermerkt. 

Ob er sich vorstellen kann, nochmal eine grosse Show zu moderieren? «Sag niemals nie. Aber sie müsste mir und meinem Alter entsprechen. Und auf jeden Fall live sein.» Langweilig wird es Beni auch nach dem «Benissimo»-Ende nicht: Zwei Tage danach, am 3. Dezember, gibt er im «Nightmärchen für Erwachsene» im Zürcher Theater am Hechtplatz ein Gastspiel.

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