«TVOS» Brandy ergattert sich den allerletzten Platz

Die Zürcherin hats geschafft: Am Mittwochabend hat sich Brandy Butler in Stress' Team gesungen. Dabei wusste sie erst gar nicht, ob sie bei «The Voice of Switzerland» auftreten will. Und später, ob sie auftreten darf.

Es war nicht sicher, ob sie überhaupt wird performen können. Denn als Sängerin der letzten «Blind Audition»-Runde hing ihre Teilnahme von den freien Plätzen ab. Wären die Teams bereits komplett gewesen, hätte «The Voice of Switzerland» ohne sie über die Bühne gehen müssen. Brandy Butler, 33, hatte Glück: Vor der Aufzeichnung ihres Auftritts war noch ein einziger Platz frei. Und den konnte sie sich mit ihrer Interpretation von Amy Winehouses «Valerie» prompt sichern. Die Zürcherin, die ihre Brötchen schon seit Jahren mit Singen verdient, ist nun Teil des Teams Stress.

Ausgerechnet! Den Westschweizer Rapper kannte Brandy bereits: Sie stand als Backgroundsängerin für seine Single «Work It Hard» im Einsatz, die er 2009 mit Jury-Kollegin Stefanie Heinzmann herausgegeben hatte. Stress wiederum hatte in einem Song von Brandys Band Chamber Soul seine Rapkünste unter Beweis gestellt. Für die «The Voice of Switzerland»-Kandidatin war deshalb klar, dass sie in der Show neue Kontakte knüpfen will. «Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich Team Marc Sway oder Philipp Fankhauser gewählt», gesteht sie im Gespräch mit SI online. «Im Nachhinein hat sich Stress aber als mein perfekter Coach herausgestellt. Das war wohl Schicksal.»

Eine schicksalhafte Fügung, der anfänglich jedoch nachhgeholfen werden musste. Das Schweizer Fernsehen hatte die gebürtige US-Amerikanerin mit der Powerstimme für die Sendung angefragt - Brandy hatte jedoch zurückhaltend reagiert. «Ich spürte einen Konflikt mit meinem Musikerdasein», erklärt sie. «Ich wollte durch die Teilnahme bei einer Castingshow auf keinen Fall den Respekt in meinem musikalischen Umfeld verlieren.» Eine Kandidatin beim deutschen Castingshow-Pendant, ebenfalls schon eine gestandene Sängerin, war am Ende ausschlaggebend für Brandys Zusage. «Sie sagte: ‹Alles, was ich mir je gewünscht habe, passiert jetzt.› Das hat mich gepusht.»

«The Voice» soll ihr nun zu der Aufmerksamkeit verhelfen, die sie sich schon so lange wünscht. «Ich träume von einer vielseitigen und langanhaltenden Karriere als Sängerin», sagt Brandy. Liesse sich dieser Traum denn nicht einfacher in ihrer Heimat verwirklichken? Sie winkt ab. «So einfach, wie viele glauben, ist das auch in den USA nicht.»

Vor knapp zehn Jahren ist Brandy Butler von Philadelphia in die Schweiz gekommen. Als Aupair wollte sie nach London oder Paris - ist dann aber bei einer Familie in der 5000-Seelen-Gemeinde Bonstetten ZH gelandet. «Es hiess, ich würde 20 Minuten von Zürich enfernt leben. Und als Amerikanerin dachte ich, das sei in der Stadt», erinnert sie sich lachend. «Als ich den Bauernhof vis-à-vis gesehen habe, war ich total überrascht.» Brandy blieb, konnte sich bereits nach kurzer Zeit ihren ersten Job als Sängerin an Land ziehen. Ein Engagement folgte nahtlos dem nächsten, und bald durfte sie für Florian Ast singen.

Auch wenn sie sich längst in der Schweiz zu Hause fühlt: Ganz ausschliessen will Brandy eine Rückkehr nach Philadelphia nicht. Mit einem Kind sehne man sich plötzlich mehr nach seiner Verwandtschaft, sagt die Mutter einer knapp zweijährigen Tochter. Der künftige Wohnort der Butlers hängt wohl nicht zuletzt vom weiteren Verlauf von Brandys Karriere ab. Und die hat bekanntlich gerade einen mächtigen Schub bekommen.

Am Samstag, 16. Februar, starten die Battle-Shows von «The Voice of Switzerland».

Für das Halbfinale und das Finale können Sie hier ab dem 16. Februar, 20 Uhr, Tickets bestellen.

Weitere Artikel zu «The Voice of Switzerland» finden Sie im Dossier von SI online.

 

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