«DGST»-Maya Bus-Chauffeuse hat aus Fehler gelernt

Sie rührte mit ihrem Gesang viele zu Tränen, sorgte aber vor allem wegen ihrer «verheimlichten» Gesangs-Ausbildung für Aufregung. Doch Maya Wirz hat daraus gelernt und freut sich auf ihren Auftritt im ersten «Die Grössten Schweizer Talente»-Halbfinale.

Die Vorwürfe gegen Maya Wirz, 49, nach ihrem Auftritt bei «Die Grössten Schweizer Talente» wogen schwer: Als Lügnerin wurde sie bezeichnet, die sich trotz professioneller Gesangs-Ausbildung als Laien-Sängerin verkauft hatte. Der Wirbel um ihre Person hat sie anfänglich überfordert, wie sie im Gespräch mit SI online vor dem ersten Halbfinale erzählt. «Da kam eine Welle auf mich zu, die ich nicht erwartet hatte. Ich musste erst damit zurechtkommen und mir die Frage stellen, ob ich das alles möchte.» Der Umgang mit der Öffentlichkeit sei für sie eine neue Welt gewesen. Wirz will sich dem aber stellen - erst recht, sollte sie am Sonntag ins Finale vom 20. März kommen. «Mein Ziel ist die grosse Bühne und da gehört die Arbeit mit den Medien nun mal dazu.»

Wirz kann der Zeit aber auch etwas Positives abgewinnen. «Es hat mich stärker gemacht. Ich habe gelernt, mir selbst treu zu bleiben.» Ausserdem weiss Wirz, die hauptberuflich als Bus-Chauffeuse arbeitet, eine Fan-Gemeinde hinter sich. Auf Facebook ist sie zwar noch klein - knapp 200 Mitglieder umfasst sie - ist Wirz allerdings mit dem Bus unterwegs, wird sie mit Komplimenten nur so überhäuft. «Jeden Tag sprechen mich Fahrgäste an und sagen mir, wie toll sie meinen Gesang finden und dass ich unbedingt weitermachen soll.»

Mit welchem Song Wirz am Sonntag auftrumpfen möchte, will sie nicht verraten. «Das soll schliesslich eine Überraschung sein.» Ein Vocal-Coach - vom SRF für jeden Kandidaten zur Verfügung gestellt - hat mit ihr regelmässig geübt. Ob es für den Einzug ins Finale reicht, entscheidet ab sofort nicht nur die Jury allein. Auch das TV-Publikum hat per Televoting das Sagen. Die zwei Teilnehmer mit den meisten Stimmen erhalten direkt das Final-Ticket. DJ Bobo, Roman Kilchsperger und Christa Rigozzi entscheiden dann, ob der Dritt- oder Viertplatzierte weiterkommt.

«Die grössten Schweizer Talente», erstes von drei Halbfinalen um 20.05 Uhr auf SF 1 - live aus Bodensee-Arena in Kreuzlingen übertragen.

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