Small Talk Christian Constantin

Der 52-jährige Architekt  aus Martigny war von  1992 bis 1997 Präsident  des FC Sion und ist es  seit 2003 wieder.
Der 52-jährige Architekt aus Martigny war von 1992 bis 1997 Präsident des FC Sion und ist es seit 2003 wieder.

Herr Constantin, herzlichen Glückwunsch zum Cupsieg!
Merci. Weisst du, das hört man immer wieder gern. Das ganze Wallis ist im Freudentaumel.

Dabei besteht Ihr Team fast nur aus Ausländern. Ist es nicht schwierig, aus so vielen Nationalitäten eine Einheit zu formen?
Im Fussball geht es nicht um Natio­nalitäten, sondern um gute Fussballer. Man muss sich damit arrangieren.

19 von 30 Kaderspielern des FC Sion sind Ausländer. Den Fans scheint es egal zu sein.
Wir kamen ja nach dem Cupfinal sehr spät nach Sion zurück, erst gegen halb drei Uhr nachts. Aber da warteten noch 15 000 Leute, die mit der Mannschaft feiern wollten. Sie waren sehr, sehr glücklich. Das war schön zu sehen. Für die Fans zählen nur die Resultate. Wenn du mit lauter Ausländern gewinnst, dann bist du ein Champion.
Es spielt einfach keine Rolle. So ist das.

Die Spieler des FC Sion kommen aus Afrika, Südamerika und halb Europa. Es ist aber bestimmt nicht immer einfach, so viele Mentalitäten unter einen Hut zu kriegen.
Weisst du, das sind alles Menschen mit Herz und Intelligenz? …

… aber auch unterschiedlichen religiösen Ansichten. Gab es noch nie Interessen­konflikte?
Das ist höchstens ein kleines Problem während des Ramadan. Man gewöhnt sich aber daran.

Wie lösen Sie dieses «kleine Problem»?
Nun, wir versuchen, das mit vielen Vitaminen und speziellen Getränken zu kompensieren. Und natürlich tragen wir dem Ganzen auch bei der Ernährung vor den Spielen Rechnung.

Nach dem Cupsieg ist vor dem Cupsieg. Sie sprechen bereits vom zwölften Titel!
Ich glaube daran. Wir haben es elfmal geschafft. Warum nicht ein zwölftes Mal?!


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