«TVOS» Coach Sway zieht Zwischenbilanz

«The Voice of Switzerland» steuert auf die Liveshows zu. Am Mittwochabend geht die zweite «Battle»-Runde über die Bühne - in der auch Marc Sways Talent «mit der Engelsstimme», Simona Lüthi, antritt. Ausgerechnet gegen Metal-Röhre Natalie Chandra Wiedmer! Gegenüber SI online erklärt der Coach seine Wahl.

SI online: Marc Sway, verraten Sie uns das Erfolgsgeheimnis von «The Voice of Switzerland».
Marc Sway, 33: Die Schweizer Tugend der Bescheidenheit wird durch die Sendung aufgebrochen: Die Zuschauer sehen, wie viele wahnsinnig gute Stimmen wir hier haben. Wir zeigen Qualität - und lassen die Kandidaten nicht ins Messer laufen, indem wir sie in peinlichen Situationen oder in Leider-Nein-Kategorien zeigen.

Wie haben Sie Ihre zehn Talente auf die «Battle»-Runde vorbereitet?
Ich fuhr mit meinem ganzen Team für einige Tage in ein Haus, wo wir fernab von allen Kameras geprobt und musiziert haben. Nicht umsonst habe ich bei den «Blind Auditions» alle mit den Worten «Welcome to the family» begrüsst. Der Gruppenzusammenhalt ist mir wichtig.

Sie schufen ein familiäres Umfeld - und lassen die Kandidaten nun aufeinander los, um einen rauszukicken.
Das ist nicht immer einfach. Als Herzensmensch schaue ich darauf, wer mich mit seiner Darbietung mehr berührt. Und ich betrachte die Entwicklung der Talente: Wer ist bereit, aus seiner Komfortzone herauszukommen und probiert etwas Neues zu probieren?

Simona Lüthi und Natalie Chandra Wiedmer zum Beispiel. Die Engelsstimme muss sich am Mittwoch gegen die Metal-Röhre behaupten.
Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein: Simona hat eine weiche Stimme, ist wahnsinnig jung und kommt vom Land. Natalie singt normalerweise Hardrock und Metal und hat einen internationalen und urbanen Hintergrund. Das wird interessant.

Simona mit ihrer Engelsstimme war in den «Blind Auditions» bei allen Coaches gefragt. Was hat sie, was andere nicht haben?
Sie kann mit ihrem Gesang Gefühle transportieren, sie berührt. Obwohl sie so jung und unerfahren ist, macht sie das wie eine Grosse. Das ist eine der grössten Gaben, die man im Musikgeschäft haben kann.

Glauben Sie denn, dass der Sieger von «The Voice of Switzerland» tatsächlich im Musikgeschäft Fuss fassen kann? Die Prognosen für Castingshow-Gewinner sind nicht sehr vielversprechend.
Es wäre unseriös von mir, wenn ich diese Frage beantworten würde. Ich glaube, dass die grosse Arbeit beginnt, wenn der letzte Vorhang gefallen ist. Dann muss die Person den Weg vom Sänger zum Künstler gehen, sie muss unfassbar viel und hart arbeiten - und die richtigen Entscheidungen fällen: Wenn sie mit dem richtigen Song in der richtigen Nische landet, ist das möglich, ja.

Weitere Artikel zu «The Voice of Switzerland» finden Sie im Dossier von SI online.

«The Voice of Switzerland» läuft mittwochs jeweils um 20.05 Uhr und samstags um 20.10 Uhr auf SRF 1.

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