Schweizer Filmszene Da dreht sich was!

Wer sagt denn, das Schweizer Filmschaffen stecke in einer Krise? Mehrere grosse Kisten kommen ins Kino - die Schweiz zelebriert ihre Stars!
Da dreht sich was!
Da dreht sich was!

 Carlos Leal (l.) und Stress im Drama «Verso» (Filmstart 12. November).Sie kennen sich bestens aus früheren Tagen. Sind zusammen in Lausanne um die Häuser gezogen. Carlos Leal, 40, und Stress, 31, haben als Secondos nicht nur eine Leidenschaft fürs Rappen – nun stehen sie auch gemeinsam vor der Kamera! Im Film «Verso» von Xavier Ruiz, 38, spielen sie zwei kleine Gauner in Genf. Stress wird durch seine ­mafiösen Verstrickungen sogar ins Koma geprügelt, Leal holt sich eine blutige Nase. Grobe Kost, jedoch hochprofessionell umgesetzt: «Stress war beim Dreh leidenschaftlich bei der Sache. Kein Wunder, verkauft er so viele Platten – das passiert nicht einfach mit einem Fingerschnippen», schätzt Carlos seinen Freund. Und der gibt die Blumen zurück: «Es war einfach nur cool, mit Carlos zu arbeiten.»

Ein Käse für Koller
Oscar-Preisträger Xavier Koller, 65 (1991 «Reise der Hoffnung»), ist wieder mal in der Schweiz; mit Gattin Sabina, 53, und Tochter Clio, 13. «Wir besuchen Verwandte in Zürich – und degustieren Käse im Emmental.» Letzteres beruflich: Der in L. A. wohnhafte Star-Regisseur dreht einen TV-Spot für Emmentaler AOC. Auch wenn ihm Käse «leider gar nicht schmeckt».

Sabina Schneebeli (l.) und Franka Potente als adoptionswilliges Paar.Potentes Paar
Von Diva-Gehabe keine Spur. Sabina Schneebeli, 46, ist von ihrer Filmpartnerin, Hollywood-Star ­Franka Potente, 35, begeistert: «Sie ist total unkompliziert, eine tolle Frau!» Für den Dreh des Films «Baba’s Song» (Kinostart 20. 8.) verbrachten sie zwei Wochen zusammen in Malawi. Jetzt freut sich Schneebeli auf ein Wiedersehen: am 19. August komme Potente nach Zürich.

Ganz schön scharfsinnig
Was passiert, wenn Martin Suter Dialoge für Schauspielstars wie Bruno Ganz, 68, und Corinna Harfouch, 54, schreibt? «Ein lang ersehnter Wunsch» geht damit für Regisseur Christoph Schaub («Sternenberg») in Erfüllung – eine exquisite Filmkomödie wie «Giulias Verschwinden» entsteht. Schaub: «Die Chemie zwischen Ganz und Harfouch war perfekt.»

 Heidi Maria Glössner (l.) und Marie Leuenberger lernen sich am Filmset kennen – in einer still­gelegten Stoff-Fabrik im Glarnerland.Gut gestrickter Stoff
«Ich freue mich so, dich kennenzu­lernen», begrüsst Schauspiel-Ikone Heidi Maria Glössner, 65 («Die Herbstzeitlosen»), ihre Filmpartnerin Marie Leuen­berger, 29 («Die Standesbeamtin»). Die beiden treffen sich beim Dreh des SF-Films «Verstrickt und zugenäht» erstmals. Und entdecken gleich eine Gemeinsamkeit: «Wir können beide gar nicht stricken!» Das kann heiter werden, spielen sie doch zwei Frauen, die eine Sockenfabrik vor dem Ruin retten.

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