Bär Finn Das Drama um Finn

Das Schicksal des Berner "Mutz" Finn bewegt die Schweiz - und die Welt. Sein Tierpfleger Heinz Stämpfli über Hergang, Opfer und Folgen der "Bärenattacke".
Finn, der Bär vom berner Bärengraben auf dem Weg zur Genesung
© Keystone Finn, der Bär vom berner Bärengraben auf dem Weg zur Genesung
Mit einem Löffel zerdrückt Tierpfleger Heinz Stämpfli, 59, fingerkuppengrosse Schmerztabletten und mischt das Pulver mit Honig. Es ist Freitagmorgen und in den Katakomben des Berner Bärenparks bekommt der verletzte Finn seinen ersten Medikamentencocktail.
Aus der Box in der sich der 250 Kilo schwere Braunbär von seiner Schussverletzung erholt ist kein Mucks zu hören: «Er jammert und bewegt sich kaum», sagt Stämpfli, «das ist gut so – er braucht seine Energie für die Heilung.»
Dann beschreibt der Berner Bärenwärter, warum sein Schützling so gewaltsam sein Revier verteidigte, wie er vom Unglück erfuhr und wie es ihm und seinem Team gelang, Finn nach dem ersten Schuss in seine Box zurück zu locken – um ihn vor dem Todesschuss zu bewahren.
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