Golden Globes 2012 Das Fazit: «Ein Buffet voller Bullshit»

Zum 69. Mal wurden am Sonntagabend die Golden Globe Awards in Los Angeles vergeben. Die Gewinner, die Kleider, die Sprüche - SI online hat den Abend für Sie zusammengefasst.

Er sei glücklich, hier zu sein, twitterte Leonardo DiCaprio vom Roten Teppich der diesjährigen Golden-Globe-Verleihung. Alle, die in Hollywood Rang und Namen haben, erschienen am Sonntagabend in Los Angeles. Einzig Alec Baldwin hatte offensichtlich seine Mühe mit der Veranstaltung: «Was füttern sie einem an solchen Award-Shows? Ein internationales Buffet voller Bullshit.» Durch den Abend führte der britische Komiker Ricky Gervais.

DIE BESTEN SPRÜCHE DES ABENDS

  • Gervais eröffnete die Show mit den Worten: «Die Golden Globes sind im Vergleich zu den Oscars das, was Kim Kardashian zu Kate Middleton ist: Ein bisschen lauter, betrunkener, trashiger und einfacher zu bestechen.»
  • Gervais über Justin Bieber: «Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, wie Justin Bieber ein Mädchen schwängern könnte: Er borgt sich von TV-Köchin Martha Stewart eine Bratensaftspritze aus.»
  • «Unsere nächste Laudatorin ist die ‹Queen Of Pop› - nicht du Elton!», richtete sich Gervais an Landsmann Elton John. «Setz dich wieder hin. Es ist eine richtige Frau.» Als Madonna schliesslich die Bühne betrat, bezeichnete Gervais diese als «richtige Jungfrau», worauf Madonna konterte: «Wenn ich noch immer Jungfrau bin, Ricky, dann komm doch her und tu etwas dagegen! Ist schon ein paar Jahre her, dass ich ein Mädchen geküsst habe - zumindest am Fernsehen.»
  • Über den Vorjahressieger Colin Firth («The King's Speech») meinte Gervais: «Was ihr nicht über ihn wisst: Er ist ein Rassist. Und ich habe ihn einmal dabei erwischt, als er ein kleines Kätzchen schlug.»
  • «Wieso machst du nicht einmal einen Film, den unsere Tochter schauen kann?», fragte Helen Scorsese ihren Ehemann Martin, der für Beste Regie ausgezeichnet wurde.
  • «Ich zittere dermassen, dass ich gleich aus meinen High Heels kippe», sagte Preisträgerin Octavia Spencer in ihrer Dankesrede.
  • Seth Rogen war begeistert von seiner Co-Laudatorin Kate Beckinsale: «Ich versuche gerade meine massive Erektion zu verstecken.»
  • George Clooney sprach in seiner Dankesrede Schauspieler Michael Fassbender an, der auch als Bester Darsteller nominiert gewesen war: «Vielen Dank auch an Michael Fassbender, der den Nackt-Part übernommen hat. Ehrlich, Michael, so kannst du Golf spielen - mit den Händen hinter deinem Rücken.»
  • «Ryan Gosling ist in Thailand oder so. Und ihr wisst ja alle, was man dort macht», entschuldigte George Clooney seinen Kollegen aus «The Ides Of March».
  • Moderator Ricky Gervais verabschiedete sich mit den Worten: «Ich hoffe, ihr habt die Goodie-Täschchen, den Champagner und das viele Gold genossen. Und hoffentlich hat euch das auch ein bisschen von der Rezession abgelenkt. Danke und gute Nacht!»

 

 

DIE GEWINNER

  • Bestes Drama: «The Descendants»
  • Bestes Musical oder Komödie: «The Artist»
  • Bester Darsteller in einem Drama: George Clooney in «The Descendants»
  • Beste Darstellerin in einem Drama: Meryl Streep in «The Iron Lady»
  • Bester Darsteller in einem Musical oder einer Komödie: Jean Dujardin in «The Artist»
  • Beste Darstellerin in einem Musical oder einer Komödie: Michelle Williams in «My Week With Marilyn»
  • Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer in «Beginners»
  • Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer in «The Help»
  • Beste Regie: Martin Scorsese in «Hugo»
  • Bester Darsteller in einem TV-Musical oder einer -Komödie: Matt LeBlanc in «Episodes»
  • Beste Darstellerin in einem TV-Musical oder einer -Komödie: Laura Dern in «Enlightened»
  • Bester Darsteller in einem TV-Drama: Kelsey Grammer in «Boss»
  • Beste TV-Serie Komödie/Musical: «Modern Family»
  • Bester Zeichentrickfilm: «The Adventures of Tintin»
  • Beste Schauspielerin in einer Miniserie: Kate Winslet in «Mildred Pierce»
  • Bester TV-Film/Miniserie: «Downtown Abbey»
  • Beste TV-Serie Drama: «Homeland»
  • Bester Song: «Masterpiece» von Madonna
  • Cecil B. DeMille Award: Morgan Freeman

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