ESC 2012 Das sind Emel, Guillermo Sorya & Sinplus

14 Acts wollen die Schweiz am Eurovision Song Contest in Aserbaidschan vertreten. SI online nimmt die Kandidaten genauer unter die Lupe und stellt sie mittels eines Fragebogens vor. Den Anfang machen Emel, Guillermo Sorya und Sinplus.

EMEL

SI online: Warum gewinnen ausgerechnet Sie das Ticket nach Baku?
Emel: Weil mein Song und meine Performance den Zuschauern am besten gefallen wird, hoffentlich!

Was ist Ihre bisher grösste Leistung?
Meine Tochter Ayleen! Musikalisch gesehen habe ich in den letzten 15 Jahren sicherlich viel zur Schweizer Musikszene beigetragen.
 
Die härteste Arbeit, die Sie für Geld gemacht haben?
Als Teenager habe ich in den Ferien regelmässig Kartons gefaltet in der Papierfabrik, in der meine Mutter arbeitete. Ich kann die Handbewegung noch heute im Schlaf.
 
Ihr Lieblingsbuch?
Immer das, das ich gerade lese. Momentan: «Der Koch» von Martin Suter, zuvor «Small World» vom gleichen Autor. Sehr empfehlenswert!
 
Ihr Lieblingslied?
Es gibt so viele, momentan: «Mother» von Queen. Freddie Mercury, grandios!
 
Ihre Droge?
Musik mit meiner Ayleen.
 
Was tun Sie derzeit zu wenig?
Schlafen - seit 22 Monaten.

Wann schämten Sie sich zuletzt?
Als ich vor ein paar Monaten das Telefon abnahm - in der Annahme, es sei meine Schwester - und total geblödelt habe. Da war die Tante meines Partners dran. Eine ältere Dame mit glücklicherweise viel Humor!   
 

GUILLERMO SORYA

SI online: Warum gewinnen ausgerechnet Sie das Ticket nach Baku?
Guillermo Sorya: Als Spanier, der in einem multikulturellen Land wie der Schweiz geboren ist, wurde mir eine Vielseitigkeit in die Wiege gelegt. Damit kann ich bestimmt auch international überzeugen und die Schweiz aus dem Zero-Points-Fiasko holen. Zudem habe ich viel Bühnen-Erfahrung und bin einfach sehr motiviert, alles zu geben. Ich wäre echt stolz, wenn ich die Schweiz im Ausland vertreten dürfte!   

Was ist Ihre bisher grösste Leistung?
Es sind Blut, Schweiss und Tränen in meine erste CD «Daily Bread» geflossen: Ich habe fast vier Jahre daran gearbeitet und jeden letzten Rappen investiert. Am Ende war ich so pleite, dass ich eine Zeit lang bei Freunden Couchsurfen musste. Mir wurde wirklich nichts geschenkt - darauf bin ich stolz.
 
Die härteste Arbeit, die Sie für Geld gemacht haben?
Von Abwaschen in einem Restaurant über Garderobier bis hin zu Hundesitter; als Musiker hab ich alles schon einmal gemacht. Einmal war ich sogar so ein peinliches, lebendiges Werbeplakat!
 
Ihr Lieblingsbuch?
«Roots» von Alex Haley: ein Roman über die tragische Sklaverei von Westafrika nach Amerika und über den langen Weg und Kampf um Freiheit. Es erinnert mich daran, wie gut es uns geht. So furchtlos wie diese Menschen für eine bessere Zukunft gekämpft haben, das inspiriert mich.

Ihr Lieblingslied?
«Kiss of Life» von Sade. Dieser Song hat für mich etwas unbeschreiblich Romantisches und Nostalgisches, in das ich abtauchen kann. Ich stelle mir vor, dass sich der erste Kuss so anfühlt, wenn man die Liebe des Lebens trifft.

Ihre Droge?
Musik! In sie bin ich verknallt wie am ersten Tag. Ich denke die ganze Zeit an Musik und bin süchtig danach wie ein Junkie. Sie hilft mir, das zu vermitteln, wofür mir die Worte fehlen. Für mich ist Musik das fünfte Element.

Was tun Sie derzeit zu wenig?
Es hört sich vielleicht etwas banal an, aber ich sollte meine Grossmutter in Spanien jeden Tag anrufen, schaff es aber nur dreimal pro Woche. Ihr geht es gesundheitlich nicht mehr so gut und eigentlich freut sie sich immer so sehr, wenn ich sie anrufe...
 
Wann schämten Sie sich zuletzt?
Meistens ist es so peinlich, dass ich es sofort wieder aus dem Gedächtnis lösche. Wenn ich die Schweiz am Eurovision Song Contest repräsentieren darf und Zero Points kriege, dann färbe ich mir die Haare grau. Das wäre dann wirklich peinlich! Aber das wird nicht passieren.


SINPLUS

SI online: Warum gewinnen ausgerechnet Sie das Ticket nach Baku?
Sinplus: Weil unsere Song «Unbreakable» eine positive und universelle Botschaft vermittelt. Seit jeher schreiben wir unsere Songs selbst. Mit wenigen Mitteln, viel Leidenschaft und harter Arbeit erleben wir einen Traum, von dem wir noch lange nicht erwachen wollen.

Was ist Ihre bisher grösste Leistung?
Gabriel: Bei unserem letzten Auftritt haben alle Leute «Unbreakable» mitgesungen. Das war unbeschreiblich toll!
Ivan: Als wir in Bern an der Hockey-Weltmeisterschaft 2009 gespielt hatten.
 
Die härteste Arbeit, die Sie für Geld gemacht haben?
Gabriel: Ich habe während den Schulferien an einem Fliessband gearbeitet. Eine sehr langweilige Arbeit. Respekt für die Leute, die dort arbeiten!
Ivan: Ich war auf einer Baustelle tätig. Wie mein Bruder schon sagte: Respekt für die Leute, die dort arbeiten.

Ihr Lieblingsbuch?
Gabriel: Meistens lese ich zum Spass. Ich mag Abenteuer- und Krimi-Geschichten, etwa von Ken Follet oder Dan Brown.
Ivan: Leider habe ich nicht so viel Zeit zum Lesen. Mit meinem Jurastudium und der Musik ist mein Zeitplan recht ausgebucht! Eines meiner Lieblingsbücher ist sicherlich «Hurricane».
 
Ihr Lieblingslied?
Gabriel: Schwierige Frage! Es gibt so viele Lieder, die ich mag. Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, würde ich sagen «With Or Without You» von U2 oder «Nothing Else Matters» von Metallica.
Ivan: Das kann ich unmöglich sagen!
 
Ihre Droge?
Gabriel: Meine Droge ist sicherlich die Musik, ohne sie könnte ich nicht leben… Ich bin voll addicted!
Ivan: Musik, Federer und natürlich unsere Fussball-Nati.
 
Was tun Sie derzeit zu wenig?
Gabriel: Ich würde gerne mehr Zeit für meine Familie, meine Freundin und
meine Top-Friends haben.
Ivan: Für mich sollte der Tag 48 Stunden haben. Ein bisschen mehr Zeit für meine kleine Schwester und meine Mama wäre super. Dennoch würde ich mich als sehr glücklich bezeichnen, dass wir das machen können, was wir so lieben und auch wollen.

Wann schämten Sie sich zuletzt?
Gabriel: Als ich mich grundlos über meine Mama geärgert habe. 
Ivan: Als ich einer Person nicht genug vertraut habe, obwohl sie es verdient hätte.

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