Pascal Broulis Der König der Waadt

Lausanne VD: Im Café  Le Benjamin  gab Broulis seine Bundesrats­kandidatur bekannt.
Lausanne VD: Im Café Le Benjamin gab Broulis seine Bundesrats­kandidatur bekannt.

Verben konjugieren, Wörter lernen, Grammatik büffeln – Pascal Broulis kniet sich rein. Mit einem Privatlehrer bügelt der Waadt­länder sein einziges Handicap für die Bundes­ratskandidatur aus: Er lernt intensiv Deutsch: «Schwer ist für mich, Nuancen und die kleinen sprachlichen Unterschiede zu erkennen», erzählt er. Sein Ziel: Bis März 2010 sprachlich in Top-Form zu sein.

Politisch ist er bereits in Top-Form. Mit seinen 44 Jahren ist er zwar der jüngste unter den Kandidaten – aber in seiner Heimat bereits ein mächtiger Mann: Nach der Banklehre arbeitete er sich bis zum Vizedirektor der Kantonalbank hoch, dann amtete er als Finanzdirektor, und seit zwei Jahren ist er Regierungspräsident.

«Schon früh interessierte ich mich für Politik und managte mit Freunden unser Jugendhaus.» Broulis wuchs in Sainte-Croix VD auf – sein Vater war ein griechischer Gastarbeiter, seine Mutter eine Einheimische. Und in diesem Dorf hoch über Yverdon lebt er auch heute noch mit seiner Frau Brigitte und dem sechsjährigen Sohn Alexandre. «Toleranz und Offenheit haben mich meine Eltern gelehrt», erzählt Broulis. Genau diese Werte seien ihm heute auch in der Politik wichtig.

Wieso wären Sie ein guter Bundesrat?
«Ich bin es gewohnt, viel zu leisten. Als Finanzvorsteher und Regierungspräsident habe ich gelernt, zuzuhören, Lösungen zu finden und Entscheide zu treffen.»

Kandidaten auf dem Prüfstand

Wer wird neuer Bundesrat? Welcher Kandidat hat Macht? Wer Humor? Und wer ist am besten gekleidet? Drei Experten schauen genau hin.


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