Life Ball 2011 Der längste Busenblitzer der TV-Geschichte

Thomas Gottschalk, Bill Clinton, Brooke Shields: Auch für den 19. Life Ball pilgerten wieder Stars aus der ganzen Welt nach Wien, um auf die Gefahr von HIV aufmerksam zu machen. Die schrille Charity-Show setzte einmal mehr auf viel nackte Haut - und schaffte es, den legendären Busenblitzer von Janet Jackson in den Schatten zu Stellen.

Primaballerinas mit Schwanenköpfen, Männer in High-Heels und Stars ausser Rand und Band: Am 19. Life Ball bewies Wien bei schönstem Wetter, dass auch bei einem ernsten Thema der Spass nicht zu kurz kommen muss.

Nach Wasser und Erde war 2011 die Luft das Thema des Festes, das Motto lautete dazu passend «Spread the Wings of Tolerance - Breite die Flügel des Toleranz aus». Tausende Gäste kamen phantasievoll kostümiert als Engel, Schmetterlinge oder Götter am Samstagabend ins Wiener Rathaus. Der Erlös des Life Balls fliesst in die Aids-Hilfe, alle Prominenten treten kostenlos auf. «Ich hoffe, dass meine Enkel von dieser Krankheit in der Vergangenheit reden», sagte Entertainer Thomas Gottschalk in seiner Rede bei der Eröffnungsshow, die von Marco Schreyl und Doris Golpashin moderiert wurde. Janet Jackson mahnte zur Solidarität mit HIV-Infizierten in ärmeren Teilen der Welt, auch wenn die Zahlen im Westen teilweise zurückgehen.

Zum Schluss der Show zeigte das Designer-Duo Dean und Dan Caton (DSquared2) ihre ausgefallenen Kreationen. Topmodels und Prominente liefen über den Catwalk - mit dabei auch die Transsexuelle Amanda Lepore. Ihr üppiges Dekolleté wollte nicht ins Korsett passen und so zeigte sie dem Publikum mehr als eigentlich geplant war. Kein Problem für die Veranstalter - oder wie es die TV-Kommentatoren beschrieben: «Das ist der wohl längste Busenblitzer der TV-Geschichte. Und er hat nichts mit Janet Jackson zu tun.»

Die Sängerin, die einst am Superbowl mit entblösster Brust für Furuore sorgte, entpuppte sich am Life Ball nämlich als heimlicher Fashion-Star. Sogar Designerin Vivienne Westwood lobte Jackson und sagte: «Sie sieht einfach fantastisch aus!»

Der Visagist Gerry Keszler hat den Ball 1993 ins Leben gerufen. Seitdem lockt das ursprünglich aus der Schwulenszene entstandene Glamour-Event Tausende ins Wiener Rathaus. Im vergangenen Jahr hatte die Feier nach Angaben der Organisatoren etwa 1,6 Millionen Euro an Spendengeldern gebracht.

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