Benetton-Werbung Der Papst hat ausgeknutscht

Weil das Modehaus Benetton mit seiner neuen Kampagne religiöse Gefühle verletzte, zogen sie den küssenden Papst zurück. Angela Merkel darf aber weiterhin mit Nicolas Sarkozy rummachen.

Das ging dem Vatikan zu weit: Unter dem Motto «unhate» («enthassen») liess das italienische Modeunternehmen Benetton auf deren neuen Werbeplakate den Papst mit einem Imam schmusen. «Es zeigt einen schweren Mangel an Respekt gegenüber dem Papst, einen Angriff auf die Gefühle der Gläubigen», sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Die Konsequenz: Benetton musste das Plakat zurückziehen.

Das Unternehmen entschuldigte sich, man habe die Gefühle der Gläubigen nicht verletzen wollen. In der neuen Werbekampagne gehe es «ausschliesslich um den Kampf gegen die Kultur des Hasses». Es handle sich um eine «konstruktive Provokation», wie Vize-Unternehmenschef Alessandro Benetton in einer Pressekonferenz mitteilte.

Weiter küssen dürfen jedoch Barack Obama mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao, Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas sowie Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. Dabei hätte Merkel eigentlich mit Silvio Berlusconi rummachen sollen. Doch mit dessen Rücktrittsbekanntgabe musste er die Finger auch von Merkel lassen.

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