Männer-Models Diät & Sex: Die Wahrheit über das Business

Sein Ernährungsplan beschränkt sich auf Müsli, Quark und Bohnen, Alkohol gibts praktisch nie: Männliche Models leben genau so enthaltsam wie ihre weiblichen Kolleginnen, gibt ein deutsches Model in einem Interview zu verstehen. Wirklich? SI online hat bei Schweizern nachgefragt, dies wissen müssen.

Castingshows sei Dank: Dass Frauen-Models unter grossem Konkurrenzdruck stehen, ständig hungern und ein einziger Zicken-Haufen sind, wissen wir inzwischen. Aber wie ist es eigentlich bei den Männern? Die Lifestyle-Redaktion der deutschen «Bild»-Zeitung wollte es vom deutschen Männer-Model Stefano Kuhnt, der erfolgreich auf internationalen Laufstegen ist, wissen. Und hat dabei verblüffenderweise festgestellt: So anders geht es bei den Männern gar nicht zu und her. SI online hat bei zwei erfolgreichen Schweizer Model nachgehakt.

ÜBER DIÄTPLÄNE:
Stefano Kuhnt: «Ich lebe vegetarisch. Morgens esse ich Müsli, Mittags gekochtes Gemüse, Magerquark, Bohnen und Nüsse. Abends Obst oder Gemüse. Fast Food ist tabu. Ausserdem trinke ich mindestens drei Liter Wasser am Tag, denn ich mache ja viel Sport.»
Rafael Beutl: «Ich habe viel ausprobiert. Grundsätzlich esse ich dreimal am Tag: Beim Frühstück haue ich richtig rein, mittags, abends und zwischendurch gibts Äpfel, Bananen, Nüsse und viel Wasser.»
Fabian Pfenninger: «Einen Diätplan habe ich nicht und auch noch nie gehabt. Ich bin überzeugt, wenn ich mich mit gesundem Menschenverstand ernähre, ist das auch gar nicht nötig. Ausserdem gehe ich regelmässig ins Sportstudio - das ist nicht nur für meine Fitness wichtig, sondern auch für mein mentales Wohlbefinden. Unterwegs hält mich das Rumrennen quer durch eine Stadt oder am Flughafen fit.»

ÜBER ALKOHOL:
Stefano Kuhnt: «Mein Partyleben musste ich zurückschrauben. Jetzt gehe ich seltener weg und dann meist ohne Alkohol.»
Rafael Beutl: «Am besten wäre es, auf Alkohol zu verzichten. Das ist mein Laster, es gelingt mir nicht immer.»
Fabian Pfenninger: «Zu einem feinen Essen gönne ich mir gerne ein Glas Wein. Wenn ich mich ins Nachtleben stürze, darfs auch gerne mal ein Cocktail sein.»

ÜBER SEX UNTER MODELS:
Stefano Kuhnt: «So etwas kommt schon vor, dass man mit einer Kollegin im Bett landet, aber es ist nicht die Regel.»
Rafael Beutl: «Bei mir gibts das nicht, ich bin seit fast zwei Jahren vergeben.» (mit Sängerin Fabienne Louves, Anm. der Redaktion)
Fabian Pfenninger: «Dass Models miteinander Sex haben, hat ja nichts mit dem Business zu tun. Das kann unter Arbeitskolleginnen oder Mitarbeiterinnen immer passieren, egal in welchem Job.»

ÜBER SCHÖNHEITS-OPERATIONEN:
Stefano Kuhnt: «Ich habe mir die Zähne bleichen lassen, aber das hätte ich auch ohne den Job machen lassen.»
Rafael Beutl: «Ich habe nichts an mir machen lassen. Das führt einfach zu weit! Das Alter kommt - egal, was man tut. Das gehört einfach dazu.»
Fabian Pfenninger: «Auch ich habe noch nicht nachgeholfen und habe keine Angst vor dem Älterwerden, es geht ja allen gleich. Dennoch bin ich nicht generell gegen OPs.»

ÜBER DEN TRAUM VOM MODELN:
Stefano Kuhnt: «Es macht Spass, und ich sehe viel von der Welt. Aber ein Traumberuf ist es nicht, dafür verdient mal als Mann einfach zu wenig Geld. Man muss teure Flüge und Appartements bezahlen. Am Ende des Monats bin ich meist bei Null.»
Rafael Beutl: «Du musst 24 Stunden abrufbar und sehr flexibel sein. Absagen muss man verkraften, bist du nicht stark genug, scheiterst du früher oder später. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Das Schönste am Job ist die Vielseitigkeit, das Reisen und die tollen Leute. Ich liebe es, vor der Kamera zu stehen und zu schauspielern. Aber so ein kleiner Gemüsebauer zu sein, wäre auch schön.»
Fabian Pfenninger: «Model kann ein Traumberuf sein. Du bist frei, selbstständig, verantwortlich für dich und deine Entscheidungen. Und du kommst viel in der Welt herum, triffst auf interessante Menschen und Gespräche. Der Nachteil: Ein Model hat kein regelmässiges Einkommen und keine Sicherheit, ob es künftig gebucht wird. Dennoch plagen mich keine Zukunftsängste. Im Moment läuft es toll, und wenn das mal nicht mehr der Fall ist, gibt es noch anderes zu tun auf dieser Erde.»

 

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