Bafta 2013 Die 5 Highlights des britischen Filmpreises

Selbst für die grössten Hollywood-Stars ist die Verleihung der British Academy Film Awards ein Erlebnis: Denn kaum eine Preisvergabe ist so locker, lustig - und kurzweilig. SI online hat für Sie die Höhepunkte der Show vom Sonntag, 10. Februar 2013, zusammengetragen.

1. GLAMOURÖSE AUFTRITTE TROTZ WOLKENBRUCH
Es wollte nicht aufhören zu regnen, der Rote Teppich glich einem nassgesogenen Schwamm und das eine oder andere tausende von Franken teure Kleid wurde durch den nassen Dreck gezogen - und dennoch: Mehr Schönheit und Glamour hätten die in London anwesenden Schauspielerinnen nicht verströmen können. Die schönsten Kleider sehen Sie in der Galerie von SI online.

2. SOUVERÄNER HOST MIT BRITISCHEM HUMOR
Gastgeber Stephen Fry schöpfte aus dem Vollen. Sobald er auf der Bühne stand, warf er den Gästen im Royal Opera House einen Witz nach dem anderen um die Ohren - und die dankten es ihm mit lautem Gelächter. Anders als bei den Oscars wirkten die Gags hier weniger einstudiert - und auch etwas deftiger. Gemäss der britischen Zeitung «Daily Telegraph» war der britische Humor für den einen oder anderen anwesenden Amerikaner etwas zuviel - aber solche Opfer nehmen die Engländer gerne in Kauf.

3. HATHAWAY, WALTZ & DENCH AUS DEM HÄUSCHEN
Preisträger wie Anne Hathaway, Christoph Waltz und Sam Mendes sind alle Profi genug, um zu wissen, wie sie sich in der Öffentlichkeit präsentieren. Für die Zuschauer ist es schön zu sehen, wenn ausgerechnet sie für einige Augenblicke ihr professionelles Verhalten ablegen und sich von Herzen bedanken. Die schönsten Beispiele des Abends:

Anne Hathaway: Nachdem Laudator George Clooney ihren Namen verkündet hatte, stürmte die Schauspielerin auf die Bühne, immer darauf bedacht, nicht über ihr Kleid zu stolpern, und wollte beim Rednerpult schon mit ihrer Dankesrede beginnen. Dann rannte sie zurück an den Rand der Bühne und fiel George Clooney um den Hals. «Ich kann doch nicht einen Preis von George Clooney verliehen bekommen und ihn nicht umarmen», erklärte sie dann schliesslich völlig ausser Atem am Rednerpult. Anne bedankte sich artig bei allen, die sie bei ihrer Rolle in «Les Misérables» unterstützt hatten - selbstverständlich gehörte da auch Ehemann Adam Shulman dazu, den sie liebevoll «Honey» nannte.

Christoph Waltz: So souverän er seine Filmrollen spielt, so sehr geriet er bei seiner Dankesrede aus der Fassung. Immer wieder bedankte er sich bei Quentin Tarantino für dessen Glauben an sein Können. Die Rolle in «Django Unchained» ist immerhin die zweite Rolle von Waltz in einem Tarantino-Film, die ihm international Anerkennung und diverse Nominationen und Auszeichnungen bescherten.

Judi Dench: Seit 1965 steht die heute 78-jährige Britin vor der Kamera. Schon so manche Preisverleihung hat sie miterlebt - und dennoch, Judi Dench ist nach wie vor begeisterungsfähig. Als der James-Bond-Streifen «Skyfall» zum Besten Britischen Film gekürt wurde, sprang Dench vor Freude in die Luft. Irgendwie süss, wie sie sich trotz jahrelanger Erfahrung im Filmbusiness noch so über einen Preis freuen kann!

4. BEN AFFLECK, DER DURCHSTARTER DES JAHRES
Hinter seinem Bart kann Ben Affleck seine Emotionen derzeit gut verstecken, allerdings nicht ganz. Ganze zweimal ist er für den Thriller «Argo» ausgezeichnet worden: Einmal als Bester Direktor und einmal für den Besten Film. «Als ich mit meinen Leuten gesprochen habe, meinten die: ‹Wir gewinnen den Preis niemals!›. Es ist also wirklich eine Überraschung für mich!» Affleck machte während der vergangenen Jahre vor allem als Schauspieler Karriere. An seine Regie-Pläne glaubte kaum einer, spätestens seit der Bafta-Verleihung gilt er aber als heissester Oscar-Anwärter. Kollege George Clooney, der Affleck als Produzent unterstützte, meinte: «Wenn das erst dein zweites Werk ist, weiss ich ja nicht, was du weiter geplant hast. Du bist wirklich ausserordentlich in dem, was du tust!»

5. JESSICA CHASTAIN: LEER AUSGEGANGEN & TROTZDEM GLÜCKLICH
Die Hauptdarstellerin aus Kathryn Bigelows «Zero Dark Thirty» ging zwar leer aus in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin, dennoch liess sie sich den Spass bei den Baftas nicht verderben. Die rothaarige Schönheit grinste glücklich in jede Kamera - dass sie ein enormes Schlafmanko hatte, war ihr nicht anzumerken: Nach ihrem Broadway-Auftritt in New York stieg sie sogleich ins Flugzeug, um rechtzeitig zu den Baftas zu kommen.

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