Glorys 2012 Die Awards der grossen Emotionen

Einen Abend voller Emotionen boten die Glorys 2012: Alt Bundesrat Adolf Ogi rührte das Publikum zu Tränen, beim Auftritt von Moderator Reto Scherrer flossen die Tränen vor Lachen. Und auch unter den Zuschauerinnen und Zuschauern hatte es viele, die im zu Ende gehenden Jahr grosse Emotionen erlebten.

Für viele Prominente ist die Verleihung der Glorys jeweils der Auftakt zu den Weihnachtsfeiertagen. Zum siebten Mal zeichnete die Redaktion der People-Sendung «glanz&gloria» am Samstagabend im Kaufleuten in Zürich den Publikumsliebling aus sowie Persönlichkeiten in den Kategorien Style, Emotion, Love und Crazy. Durch den Abend führten Annina Frey und Sara Hildebrand.

CRAZY
Er hat sich seinen Award redlich verdient: Moderator Reto Scherrer, 37, ist sich für nichts zu schade und für jeden Spass zu haben. Dieses Jahr trieb und feuerte er zum Beispiel an der Olma in St.Gallen seine «Rennsau» lauthals an oder verausgabte sich bei einer Feuerwehrübung so sehr, dass er am Ende fast kollabiert wäre. Und auch am Tag der Verleihung der Glorys 2012 liess er sich nicht lumpen: Tagsüber half er einem Kollegen beim Zügeln, wie er auf der Bühne verriet, und nach zwei Stunden suchen habe er nun das Kaufleuten gefunden. Dafür erwartete ihn anschliessend eine «gute Nacht»: «Meine Frau will dafür ein Foto mit Luca Hänni - und das wird jetzt geschossen!»

GOLDEN GLORY
Das war nicht das einzige Mal, das der «DSDS»-Sieger für ein Fanfoto posieren musste an diesem Abend. In der Kategorie Emotion, in welcher Luca Hänni, 18, nominiert war, hatte zwar ein anderer die Nase vorn. Doch dafür wurde Luca Hänni mit 22,1 Prozent der Stimmen zum Publikumsliebling erkoren. 

EMOTIONS
Auch der Sieger des Emotion Glory hatte seine Freude am jungen Musiker. Mit «Tschou Luca» begrüsste Adolf Ogi, 70, Luca Hänni. Auf der Bühne sprach der beliebte alt Bundesrat dann offen über den Krebstod seines Sohnes. «Wir sind fragend und suchend: Warum muss ein Kind vor den Eltern sterben? Ich dachte, mir könne so etwas nie passieren.» Sein Sohn habe am Sterbebett zu ihnen gesagt, sie sollten weiterhin fröhlich und glücklich sein. «Deshalb stehe ich jetzt hier, aufrecht.»

LIEBE
Ebenso berührend die Verleihung des Love Glorys: Gewonnen haben in dieser Kategorie Rolf Sigg, 95, Gründer der Sterbehilfeorganisation Exit, und seine Frau Lucia, 77. Der ehemalige Pfarrer musste gegen unzählige Widerstände kämpfen, seine Frau hat ihn immer unterstützt. Die beiden sind seit 50 Jahren ein Paar und seit 30 Jahren verheiratet. Rolf Sigg war «völlig überrascht» über die Auszeichnung: «Für mich etwas ‹überzeitig› mit meinen 96 Jahren. Andere hätten ihn sicher mehr verdient.»

STYLE
Auch die Schauspielerin Heidi Maria Glössner, 69, war überrascht über ihren Sieg. «Ich bin doch weder trendy noch kreativ mit meiner Garderobe!» Doch für die «g&g»-Redaktion ist sie «der lebende Beweis, dass Mode- und Körperbewusstsein keine Frage des Alters sind». Darauf verriet sie ihr Schönheitsgeheimnis: «Mit dem Velo einkaufen gehen, jeden Tag ein Gläsli Wein - und nie aufhören zu arbeiten.»

 

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