Franziska Knuppe, «Supermodel»-Moderatorin «Die Deutschen sind verbissener und zickiger»

Model, Mami, Moderatorin: Franziska Knuppe drillt Schweizer Mädchen zu Supermodels. Die Deutsche über Heidi Klum, Ängste und Hausmannskost.
Topmodel Franziska Knuppe moderiert jeweils dienstags um 20.15 Uhr auf 3+ die Castingshow «Supermodel» 2008.
Topmodel Franziska Knuppe moderiert jeweils dienstags um 20.15 Uhr auf 3+ die Castingshow «Supermodel» 2008.

Wie erleben Sie die Schweizer Mädchen, die «Supermodel» werden wollen?
Als sehr süss. Ich sehe einen Unterschied in der Mentalität. Vielleicht auch darum, weil das soziale Netz in der Schweiz grösser ist als das
in Deutschland. Dort sind die Finalistinnen verbissener und zickiger.

Ist Heidi Klum Ihr Vorbild?
Ich vergleiche mich nicht mit ihr. Wir sind zwei verschiedene Persönlichkeiten. Abgesehen davon gibts dieses Format in unzähligen Ländern. Genauso gut könnte ich mich mit Tyra Banks messen, die die Sendung in Amerika moderiert.

Ihre Tochter Mathilda ist über ein Jahr alt. Würden Sie ihr erlauben, später bei einer Castingshow mitzumachen?
Wenn sie Model werden will – warum nicht? Ich liebe meinen Beruf ja auch. Dennoch bin ich der Meinung, dass sie zuerst die Schule abschliessen müsste. Das habe ich selbst auch so gemacht.

Welchen Geruch können Sie nicht ausstehen?
Alter Schweiss und kalter Rauch.

«Als Mann würde ich gern mal über Frauen herziehen»

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie nach Hause kommen?
Meine Tochter Mathilda und meinen Mann Christian küssen.

In welcher Situation nehmen Sie das Telefon nicht ab?
In meinem Job muss man ständig erreichbar sein. Seit Mathilda da ist, lass ich es auch mal klingeln und rufe später zurück.

Sind Sie abergläubisch?
Nur ein bisschen. Ich lasse immer den Gepäckanhänger des letzten Fluges am Koffer, bis ich wieder neu einchecke. Ich habe dann ein besseres Gefühl.

Wovon bekommen Sie Gänsehaut?
Bei Berührungen.

Wer oder was raubt Ihnen den Schlaf?
Unbequeme Hotelbetten.

Was mögen Sie am wenigsten an Ihrem Aussehen?
Ich mag mich eigentlich so, wie ich bin. Es gibt aber Tage, an denen ich am liebsten nicht in den Spiegel schauen möchte. Die sind zum Glück sehr selten.
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Was wollten Sie schon immer mal tun, haben sich bisher aber nicht getraut?
Tauchen, aber ich hab Angst vor der Meerestiefe.

Welches war Ihr schrecklichstes Ferienerlebnis?
Ich bin in der ehemaligen DDR auf­gewachsen, da musste man im Urlaub einiges improvisieren. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Ich hatte darum noch nie einen schrecklichen Urlaub.

Angenommen, Sie verreisen, aber Ihr Gepäck kommt nicht an. Welche drei Dinge kaufen Sie sich noch am Flughafen?
Das ist mir schon drei Mal passiert. Also, ich besorgte mir Unterwäsche und T-Shirts. Kosmetikartikel hatte es zum Glück immer im Hotel.

Wovon bekommen Sie schlechte Laune?
Ich hatte noch nie richtig schlechte Laune!

Was ist das Peinlichste, das Ihnen je beim Sex passiert ist?
Bis jetzt noch nichts. Und wenn man seinen Partner liebt, dann gibts nichts, was einem peinlich sein muss.

Wenn Sie an Ihr erstes Mal zurückdenken – was machen Sie heute anders?
Ich habe den besseren Mann.

Sind Notlügen in einer Beziehung erlaubt?
Flunkern vielleicht, Lügen nein.

Was nervt Sie an Ihrem Ehemann?
Dass er verdammt ehrlich ist. Er dürfte ab und zu mal flunkern, aber nicht lügen. Aber eigentlich schätze ich auch das an ihm.

Was bringen Sie mit, wenn Sie zu einem Essen eingeladen sind?
Rotwein oder Champagner.

Welche falsche Meinung haben die Leute über Sie?
Viele, die mich kennenlernen, sind erstaunt, wie normal ich bin. Ich gehe einkaufen, putze unsere Wohnung selbst, habe kein Kindermädchen, und mich plagen ähnliche alltägliche Sorgen wie andere Menschen auch. Der Unterschied ist einzig und allein, dass ich für meinen Beruf um die Welt jette.

Wem haben Sie bis heute nicht verziehen und warum?
Niemandem. Aber wenn man über mich oder meinen Mann Lügen ver­breiten würde, dann könnte ich nicht verzeihen oder nur sehr schwer.

Welchen Fehler, den Sie begangen haben, würden Sie gern ungeschehen machen?
Keinen. Auch Fehler haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

Welchen Titel würde Ihre Autobiografie tragen?
Da bin ich noch zu jung, um mir da­rüber Gedanken zu machen. Fragen Sie mich noch mal in zwanzig oder dreissig Jahren.

Wenn Sie einen Tag lang ein Mann sein könnten, was würden Sie tun?
Ich würde mich gern auf ein Bier mit meinem Mann treffen und dann über die Frauen herziehen.

Wovor fürchten Sie sich am meisten?
Ich musste schon viele Ängste überwinden, sei es im Flugzeug oder bei Fotoshootings. Aber vor dem Verlust eines geliebten Menschen fürchte ich mich am meisten. Deshalb verdränge ich solche Gedanken lieber.

Wie viel verdienen Sie?
Das geht nur mich, meinen Steuer­berater und das Finanzamt etwas an.

Wenn sich Ihr Einkommen plötzlich halbieren würde, worauf würden Sie verzichten?
Ich könnte auf alles wie Klamotten, Kosmetik oder Schuhe verzichten, aber nicht auf Genuss. Ich koche, wenn ich zu Hause bin, fast jeden Abend. Das gehört einfach dazu. Am liebsten Hausmannskost.

Was ist für Sie ein erfolgreicher Tag?
Wenn ich, Fotograf und Auftraggeber mit der Arbeit zufrieden sind. Und wenn ich dann heimkomme, meinen Mann und meine Tochter in den Arm nehmen kann, bin ich glücklich.

Als was möchten Sie wiedergeboren werden und warum?
Als Pilotin eines grossen Passagier­jumbos. Dann wäre ich wohl etwas gelassener beim Fliegen als heute.


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