Nach dem Sturz des Schah-Regimes vor über 30 Jahren musste Kaiserin Farah Diba ihre Heimat Iran verlassen. Für einen Film traf die 71-Jährige nun ihre Landsfrau, die Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani, 49, die früher gegen sie und die Monarchie gekämpft hatte. Entstanden ist ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm, "The Queen and I", der am Sonntag in Schweizer Kinos anläuft.
Die Monarchin und die Revolutionärin
Der Film zeigt die Begegnung zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einzig die Liebe zu ihrer Heimat und das Leben im Exil verbindet sie – und die Hoffnung auf bessere Zeiten für ihr Vaterland, um einmal zurückkehren zu können.
Unterstützung der Opposition
"Das Wichtigste ist," sagt Farah Diba in einem Interview mit dem Tagesanzeiger, "dass der Iran zu Freiheit und Demokratie zurückkehrt. Dass dieses schreckliche Regime ein Ende hat." Die Ex-Kaiserin unterstützt heute die Revolution im Iran: "Ich bewundere diese jungen Leute – vor allem die vielen Frauen, die trotz Repression auf die Strasse gehen und demonstrieren. Sie zeigen viel Mut." Und: "Ich bin mir sicher, dass die Opposition sich durchsetzen wird."
Erinnerung an den früheren Glamour
Heute lebt die Ex-Kaiserin in Paris. Bis zu ihrer Flucht vor der Revolution der Mullahs 1979, hatte Farah Diba-Pahlevi ein Leben wie aus 1001 Nacht geführt. Jahrelang stand sie an der Seite des Schahs von Persien, Reza Pahlevi, im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit, war eine schillernde Figur des internationalen Jet-Set. Jeden Winter residierte die kaiserliche Familie in ihrer Villa in St. Moritz. Farah Diba war eine sehr begabte und begeisterte Skifahrerin. Vor vier Jahren hat die Ex-Kaiserin in ihrem Memoiren die Zeit des Glamours beschrieben.