Gotthard Schuh Die Poesie des Augenblicks

Die Poesie des Augenblicks
Die Poesie des Augenblicks

Es ist eine seiner berühmtesten Fotografien: der spielende Bub auf Java. Denn sie vereint, was ihn berühmt machte: Zauber des Unspektakulären, Poesie und Realismus. Gotthard Schuh (1897 bis 1969) gehört zu den herausragenden Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Seine Bilder stehen ganz im Zeichen des modernen Bildjournalismus, der sich ab 1930 durchsetzt. Als Reporter für die «Zürcher Illustrierte» fängt er von der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Berlin, über den Chor der Heilsarmee, die Minenarbeiter im Kohlegebiet von Charleroi bis hin zum Radrennen in Zürich Oerlikon alles, was Menschen bewegt, mit seiner Kamera ein.

Während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Paris entwickelt Gotthard Schuh den poetischen Realismus. Und er findet zu seinem bevorzugten Sujet: dem Zwischenmenschlichen in all seinen Varianten. Nach zehnjähriger Reportertätigkeit wechselt er als Bildredaktor zur NZZ. Mehrere Bildbände erscheinen, darunter sein berühmtester, «Insel der Götter».

Den Blick auf die Sensationen des Gewöhnlichen werfen: Das konnte Gotthard Schuh meisterlich. Davon zeugt ein grossformatig reproduzierter Elefantenhintern so eindrucks- wie humorvoll.

Fotostiftung Winterthur ZH
Bis 11. Oktober, Dienstag bis Sonnatg 11 bis 18
Mittwoch 11 bis 20 Uhr


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