Opernball in Zürich 2009 Die rauschende Ballnacht

Der Zürcher Opernball ist das glamouröseste Stelldichein der Schönen und Mächtigen der Schweizer High Society. Hier tanzen Brabeck & Co. die Krise weg!

Am Zürcher Opernball zeigt sich, wer in der Schweizer High Society den Takt angibt. Heisse Blicke, intime Geständnisse, viel Glamour! Wirtschaftsgrössen wie Peter Brabeck (Nestlé), Franz Humer (Roche), Christoph Franz (Swiss), James Schiro (Zurich Financial Services), Rolf Dörig (Swiss Life), Armin Meyer (Ciba) vergessen für einmal das Auf und Ab am Börsenparkett und geniessen stattdessen das Ballfieber.

Kritiker, die mäkeln, dass Zürich im Gegensatz zum legendären Wiener Opernball das internationale Flair fehlt, sei in Erinnerung gerufen: Brabeck und Humer sind Österreicher, Schiro Amerikaner und Franz ein Deutscher. Sogar die Grande Dame der Austria-Society, Elisabeth Gürtler, kommt ins Schwärmen: «Ihr habt hier so wunderbare Lakaien – die haben wir nicht einmal in Wien.» Gürtler ist nicht nur Besitzerin des legendären Hotels Sacher, sondern sie betreibt auch die weltberühmte Lipizzaner-Zucht.

Apropos Pferdestärken! Manch einer spart in diesen Zeiten am Personal und lässt sich statt vom Chauffeur von der Tochter im Range Rover vorfahren. Dafür gibts von Papi Armin Meyer ein Küsschen! Ihren Sparwillen zeigen auch die Grossbanken. Aus deren Führungsetage lässt sich heuer niemand blicken.

Dafür tauchen ehemalige Star-Banker aus der Versenkung auf. Etwa Peter Wuffli und Mathis Cabiallavetta (beide ehemals UBS). Keine Probleme mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten haben dagegen Leute wir Star-Schauspielerin Sunny Melles, Kultur-Guru Sam Keller oder Ex-Miss Bianca Sissing, die vor laufenden Kameras freudig von ihrer Verlobung mit Pirmin Lötscher in der Karibik erzählt. 

Die derzeit amtierende Miss, Whitney Toyloy, gibt sich dafür an
diesem Abend als Glücksgöttin Fortuna und zieht die Gewinner der grossen Tombola. Weniger Glück bewies bei der Kleiderwahl Zürichs Society-Klatschkolumnistin Hildegard Schwaninger. Offenbar hatte sie den grossen Schlitz am Hintern übersehen …

Übersehen werden will auch Christoph Franz beim Tanz. Sein Trick: Er und Gattin Isabelle schleichen auf getrennten Wegen und zu verschiedenen Zeiten ins Opernhaus und stürzen sich ins dickste Getümmel auf der Tanzfläche. Ein Tanz-, aber noch lange kein Taktmuffel scheint Peter Brabeck zu sein.

Beim Einmarsch der Debütantenpaare klopft er zum Marsch mit den Fingern auf dem Tischtuch mit. Derweil ruhen Franz Humers Finger auf dem Rücken seiner Liebsten, Majo Fruithof. Die erfolgreiche Schmuck­designerin spendete übrigens auch zwei Hauptpreise für die Opernhaus-Tombola. Standing Ovations erntete die Sopranistin Eva Mei.

Sie sprang kurz­fristig für den vergrippten Stargast Thomas Hampson ein. Direkt von der Bühne (sie spielt im Thomas-Bernhard-Stück «Immanuel Kant» am Zürcher Schauspielhaus eine Millionärin) eilte Sunny Melles ins Opernhaus. Erschöpft liess sie sich weit nach Mitternacht in eine der Chaiselongues sinken. Nie müde zu werden scheint dagegen Sam Keller: Er diskutierte bis weit in die Morgenstunden an der Bar.

Auch NZZ-Redaktorin Fiona Hefti hielt recht lange durch. Die schwangere Ex-Miss-Schweiz spazierte mit ihrem Ehemann Christian Wolfensberger um halb drei nach Hause. Zuvor hatte sie sich im Heurigen-Lokal noch einmal gestärkt. Schwangere schauen nicht auf ihre Linie – schliesslich haben sie doppelt Appetit. Das edle Drei-Gang-Menü aus der Küche des noblen «Baur au Lac» liess keine Wünsche unerfüllt.

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