Maria Cara Die Selfmade-Autorin

Sechs Monate auf den Entscheid eines Verlages warten? Das geht Maria Cara zu lange. Deshalb verlegt sie ihr erstes Buch «Grand Plaza, New York & ich» kurzerhand selbst - über den Internetdienst Books on Demand. So können auch Sie plötzlich Schriftstellerin werden.

«Einfach machen!», so lautet die Devise von Maria Cara, 27. Die Zürcherin hatte bereits im Gymnasium ihrem Deutschlehrer versprochen, ein Buch zu schreiben. Doch erst ein Aufenthalt in Los Angeles letztes Jahr inspirierte Maria Cara, ihren Traum zu verwirklichen: «In Amerika lernte ich Menschen kennen, die ihr Ding einfach durchziehen. Das spornte mich an», erzählt sie SI online. Zurück in der Schweiz haute Cara eifrig in die Tasten ihres pinkfarbenen Netbooks. Und nach nur drei Monaten war ihr erstes Buch fertig: der Frauenroman «Grand Plaza, New York & ich».

Nun musste sie sich entscheiden: Entweder das Manuskript an einen Verlag schicken und mindestens sechs Monate auf einen Entscheid warten. Oder den Roman über den Internetdienst Books on Demand selber verlegen. «Weil ich ein ungeduldiger Mensch bin, entschied ich mich für die zweite Variante», sagt Cara.

Books on Demand druckt die Bücher erst auf Bestellung. Der Autor darf sich um die gesamte Gestaltung und Vermarktung des Buches selber kümmern. Das wäre bei einem Verlag nicht möglich. «Das Buch sieht genau so aus, wie ich es wollte!», schwärmt die Selfmade-Schriftstellerin. 

Ihr Erstlingswerk vermarktet Maria Cara vor allem im Internet: Sie kreierte eigens dafür eine Webseite, installierte eine Facebook-Fanseite, twittert regelmässig, hat in New York einen Trailer produziert, der auf YouTube zu sehen ist und schreibt wöchentlich einen Blog. «Durch die neuen Medien kann man alles miteinander verknüpfen», sagt die junge Autorin. Und da es das Buch ja eigentlich nur im Internet zu kaufen gibt, mache es Sinn, sich dort eine Community aufzubauen.

Nun ist Cara ganz wild darauf, weiter zu machen: Sie plant auf kommenden Herbst eine Fortsetzung von «Granz Plaza, New York & ich». Für ihr zweites Werk möchte Sie sich einen Verleger suchen - schliesslich hat sie jetzt ein Beispiel, das sie vorlegen kann.

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