«Swiss Music Awards» Die Show, die Stars, die Highlights

Am Donnerstagabend entscheidet sich, welche Künstler einen Preis für ihr Schaffen erhalten: Die «Swiss Music Awards 2011» werden vergeben. SI online ist den ganzen Abend live dabei und bringt Ihnen alle Infos zum Event - auch via Twitter und Facebook.

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19.20: Noch 10 Minuten, bis die Show hier los geht...die VIP stürmten noch kurz die Raucherlounge und nehmen jetzt langsam die Plätze ein.

19.30: Jetzt würde es eigentlich starten...nix los bis jetzt. ACHTUNG: SI online schickt ab jetzt Updates in regelmässigen Abständen. Wer noch näher dran sein will folgt uns auf Twitter.

Luca Papini eröffnet die Show und instruiert das Publikum. Stimmung will da noch nicht so recht aufkommen. Im Gegensatz zum Roten Teppich, die Stars tummelten sich im Eingang und genossen das Bad in der Menge. Allen voran: Der Graf von Unheilig. Er entpuppte sich als Objekt der Begierde, das sogar ältere Damen in geifernde Teenies verwandelte. Er selbst nahm’s gelassen: «Ich bin noch frisch in dieser Hinsicht und geniesse es total, dass alle etwas von mir wollen.» Weniger toll fand dies Alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Auf die Frage, welche Musik er denn früher gehört habe, reagierte er mit einem: «Überfallen Sie mich nicht mit solchen Fragen!» 

Um 20.11 betreten Melanie Winiger und Marco Fritsche die Bühne. Die Begrüssung fällt mehrsprachig aus. Das Moderationsduo wendet sich an die anwesenden Prominenten und pickt sich einige «Perlen» heraus. Und schön: Sie bedanken sich schon am Anfang der Show bei allen ganz generell – auch bei den Fans. Erster Laudator ist Tom Novy für die Kategorie «Best Album Dance National». Und der Preis geht an Remady mit seinem Ohrwurm «No Superstar». Er bedankt sich bei der ganzen Schweiz und verschwindet wieder!

Knapp eine Minute später betritt schon Stress die Bühne, er ist Laudator für «Best Album Urban National», der Gewinner: Bligg. Die beiden Rapper freuen sich gemeinsam. Bligg bedankt sich bei seinen Fans. «Best Album Urban International» geht an Eminem.

Laudator Claude Nobs hält die Laudatio für Best «Album Pop/Rock International». Er geht an Amy MacDonald, die ganz zufälligerweise vor Ort ist und sich in äusserst charmantem Schottisch bei allen Fans bedankt. Neben der Trophäe hätte sie sich am am Autosalon in Genf am liebsten gleich eine schnelle Karre gekauft - 1,4 Millionen Franken für einen Bugatti waren ihr aber dann doch zu viel.

Danach erinnern sich Melanie Winiger und Marco Fritsche an letztes Jahr – als Marc Sway die Bühne stürmte und das Duo vor einer TV-Panne rettete. Heuer meldet sich Sway per Videobotschaft – der Sänger, der bald wieder Vater wird, macht Ferien in Thailand.

Der Preis für das «Best Talent National» wird präsentiert von Judith Wernli, gewählt hat das Publikum. Und die Siegerin heisst Steff la Cheffe, die die Bühne im kleinen Schwarzen betritt und mit einem Wahnsinnsorgan das dröge Publikum weckt.  Schmusebarde Adrian Stern holt die Meute aber sofort wieder auf den Boden – mit einer Balldade vom Feinsten.

Der schönste Mann der Schweiz - Jan Bühlmann - präsentiert den Best Breaking Act National. Er darf Caroline Chevin gratulieren, die den Preis gewinnt und ebenfalls im kleinen Schwarzen daher kommt. Und schon kommt der nächste Act: Chansonnier Grégoire.

Der nächste Laudator wird von Melanie Winiger angepriesen wie ein Zuchtbulle. Und es kommt: Anatole Taubmann, der über die Musikindustrie in der Schweiz philosophiert und dann plötzlich nur noch Hochdeutsch spricht und vor allem im Backstage-Bereich für Langeweile sorgt. Ach, er vergibt einen Preis: «Best Breaking Act International». Dazu wechselt er übrigens auf Englisch, obwohl die Trophäe nach Deutschland zu Unheilig geht! Der Graf bedankt sich artig und ist stolz, seinen ersten internationalen Preis entgegennehmen zu können.

Vom Hoch ins Tief: Es folgt eine Hommage an den verstorbenen Gotthard-Sänger Steve Lee, welche mit gebührendem Applaus honoriert wird. Jon Lord von Deep Purple vergibt als nächstes den «Tribute Award». Er nimmt sich seine Zeit und ehrt letztendlich Gotthard, die mit Tränen in den Augen auf die Bühne kommen: «Steve, wherever you are, we love you.»

Die Feier entwickelt sich endgültig zur Schlaftherapie. Philipp Fankhauser hält die Laudatio für den Preis «Best Album Pop/Rock National», den Adrian Stern erhält. Fankhauser hätte aber im Falle eines Falles gelogen, wie er dem Publikum sagt. Es bleibt verhalten an der Show. Der Preis in der Kategorie «Best Hit National» geht an Bligg, der somit bereits zwei Swiss Music Awards verbuchen kann. Er erscheint auch jetzt wieder mit seinem Produzenten und kritisiert die Medien und ihre «kreativen Keime».

Und es folgt direkt die Kategorie «Best Hit International». Der Award geht an Shakira mit «Waka Waka». Und endlich kommt Stimmung auf: Moritz Leuenberger betritt die Bühne, um den Lifetime Achievment Award zu vergeben. Er findet, die Schweiz hat die Award-Shows erfunden, ja, gar die Oscars hätten von uns abgeschaut, geht es nach dem Alt Bundesrat. Er hat Polo Hofer (der übrigens den Preis erhält) schon einmal vor dem Gefängnis bewahrt und ist sichtlich stolz darauf. Man fragt sich an dieser Stelle, was Herr Leuenberger getrunken hat.

Aber auch Polo ist gut gelaunt und dankt den «einzigartigen Tequila Boys», umarmt Melanie Winiger herzlich und trabt dann an zum Performen. Das Prinzip: 1 Song, 3 Tequilas, na dann, prost - sagt er und gönnt sich einen Shot.

Alles zum Musikpreis des Jahres finden Sie im SI-online-Dossier zum Thema.

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