Elizabeth Teissier Die Sternenkönigin

Auf die Schweiz sieht Elizabeth Teissier ziemlich harte Zeiten zukommen. Und sonst? Wer die grosse Liebe trifft, wer lieber den Kopf einzieht – und was uns 2009 weiter erwartet.
Star-Astrologin Dr. Elizabeth Teissier im Grossen Salon des Château de Coppet  im waadtländischen Dorf Coppet.
Star-Astrologin Dr. Elizabeth Teissier im Grossen Salon des Château de Coppet im waadtländischen Dorf Coppet.

Elizabeth Teissier fröstelt. Das Thermometer im Grossen Saal von Schloss Coppet im gleich­namigen waadtländischen Dorf zeigt winterliche vier Grad Celsius an. Und die Star-Astrologin posiert in sehr luftigen Abendroben für den Fotografen der Schweizer Illustrierten.

Ein ­winziger Heissluftofen läuft auf Hochtouren. Es bleibt eiskalt. Das Lächeln gefriert Madame trotzdem nicht. Schliesslich arbeitete die Frau, die seit sieben Jahren einen Doktortitel in Soziologie von der berühmten Pariser Sorbonne trägt, in den Sechzigerjahren als Mannequin für Coco Chanel.

Frau Teissier, was erwartet uns 2009?
In den ersten Monaten vorwiegend schwierige Konstellationen: Eine internationale Krise, aufsehen­erregende Anschläge, Intoleranz, Rassismus und bewaffnete Ausschreitungen sind speziell Ende Januar und Anfang Februar möglich. Vorsicht ist auch Ende März, Anfang April geboten.

Kein ermutigender Ausblick.
Keine Sorge! Etwas besser sollte es zwischen Mai und Juli laufen, wenn es zur Konjunktion zwischen Jupiter und Neptun kommt. Das weist auf mehr Solidarität und Chancen für Friedensbemühungen hin.

«Ich denke, dass 2009 noch relativ glimpflich verlaufen wird»

Das klingt schon etwas besser!
Andererseits kann es aber leider auch verstärkt Unwetter, Überschwemmungen und Epidemien bedeuten.

Welche Sternzeichen gehören zu den Gewinnern?
Ganz klar die Wassermänner. Für sie stehen die Zeichen günstig, um ­grössere Vorhaben wie Heirat oder Kinder in Angriff zu nehmen. Auch finanziell läufts für sie gut.

Sind Wassermänner die Einzigen, die sich die Hände reiben dürfen?
Entfaltung und Erfolg sind symbolisch für gute Jupiter-Transite. Dies gilt auch für die Feuer-Zeichen Widder, Löwe und Schütze sowie die Luft-Zeichen Zwillinge und Waage. Letztere haben vor allem gute Chancen bei juristischen oder administrativen Fragen. Speziell die jeweils 3. Dekaden dieser Stern­zeichen sind in einem ziemlich aussergewöhnlichen Jahr, da auch Neptun ­positiv wirkt.

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Wer muss auf der Hut sein?
Stiere, Skorpione, aber auch Löwen sollten 2009 vorsichtiger bei finanziellen Investitionen agieren und sich nach Möglichkeit nicht mit Behörden an­legen. Es könnte Strafzettel en masse hageln. Allerdings haben diese Sternzeichen, mit Ausnahme der Löwen, Saturn und Uranus auf ihrer Seite, speziell die zwischen dem 12. und 17. Geborenen, was eine Stabilisierung und Vielversprechendes in Aussicht stellt.

Wie schauts in Sachen Liebe aus?
Auch hier gehören zuerst die Feuer-und Luft-Zeichen zu den Gewinnern. Besonders die zwischen 13. und 18. Geborenen könnten durch Neptun ihren Idealen näherkommen. Vielleicht ihrem Traumpartner über den Weg laufen. Aber Achtung: Für Skorpione, Stiere und eventuell Löwen der 3. Dekaden kann Neptun Illusionen und Täuschungen bereithalten.

Wie wird 2009 für die Schweiz?
Saturn/Uranus wandern über die Sonne des Schweiz-Horoskops, und dies kann auf eine Rezession hinweisen. Allerdings dürfte die Schweiz relativ gut damit fertig werden, besser als andere Länder. Positiv werden sollte die Periode zwischen Mai und Juli.

Das Ansehen der Schweiz bröckelt …
Speziell die Zeit zwischen Mai und Juli sollte sich positiv auswirken, wobei die Schweiz vielleicht eine Rolle bei internationalen Friedensverhandlungen spielt und sich das Image so bessert. Auch im Sport könnte unser Land sehr gut abschneiden.

Wirtschaftlich, vor allem im Banken­sektor, war 2008 für die Schweiz kein gutes Jahr. Wie geht es da weiter?
Unser Land ist seit Monaten in einer Phase tief gehender Umwälzungen, die im Februar 2009 teilweise zu Ende gehen. Dieser Zyklus könnte sym­bolisch sein für die Probleme mit dem Ausland bezüglich des Bankgeheimnisses. Noch Ende Dezember könnte ein unstimmiger Neptuneinfluss auf den Aszendenten im Skorpion eine Identitätskrise bedeuten und eine gewisse Verwirrung stiften. Ebenfalls dissonant ist die Konstellation Mars/Pluto, sodass diese Krise fast das ganze Jahr 2009 andauern könnte. Die ­Beziehungen zu unseren Nachbar­staaten, aber auch zu den USA könnten dabei im Vordergrund stehen.

Was bedeutet das?
Es kann einerseits zu unklaren Situa­tionen, andererseits zu Anschuldigungen kommen. Eine heikle Periode wird für die Schweiz Februar bis März. Vielleicht beginnt zu diesem Zeitpunkt eine grosse internationale Krise, die noch im September und November 2009 nachwirkt. Dabei könnte es um ein Problem mit dem Iran, den USA oder anderen Staaten gehen.

Viele Menschen fürchten sich vor einer Rezession.
Wirtschaftlich wird es Ende Januar, Anfang Februar sehr kritisch, mit Auswirkungen bis September. Zwischen Mai und Mitte Juli wird der Zyklus Jupiter-Neptun exakt, und dies könnte symbolisch für eine Inflation stehen, die sich bis Ende 2009 hinzieht. Eine richtige Rezession dürfte erst gegen Jahresende beginnen, wenn es zum ersten Mal seit September 2001 zum harten Zyklus Pluto-Saturn kommt. Die gleiche Konstellation gabs im Oktober 1973, in der Zeit der ersten Ölkrise. Die Phase dauert leider bis September 2010 an.

Barack Obama wurde als erster schwarzer Präsident ins Weisse Haus gewählt und gilt als Heilsbringer. Wie stehen seine Sterne?
Obama ist Löwe mit Aszendent Wassermann. Das steht für Charisma, Idealismus, Toleranz, Kommunikationstalent.

Wie stark ist er gefährdet, einem Attentat zum Opfer zu fallen?
Diese Gefahr besteht in den ersten drei Monaten. Weitere kritische Phasen sind Ende August sowie Ende Oktober.

Angesichts der vorherrschenden Krisenstimmung – dürfen wir trotzdem hoffen?
Natürlich! Ähnliche Krisen gab es schon in den letzten Jahren. Ausserdem denke ich, dass 2009 noch relativ glimpflich verlaufen wird. Ziemlich harte Einflüsse könnten für 2011 und 2012 eine schwierige Phase symbolisieren. Ich wäre nicht erstaunt, wenn es dann zu einer echten Zivilisationskrise kommt.

Mitarbeit: Sandra Casalini

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