«Die Super Nanny» Die wahren Gründe für das TV-Aus

Sie will nicht mehr: Nach sieben Jahren schmeisst Katharina Saalfrank ihren Job als Fernseh-Super-Nanny hin. Grund dafür sind unter anderem, Schummelei, Manipulation, Gewaltinszenierung.
Die «Super Nanny» Katharina Saalfrank gewann 2007 den Deutschen Fernsehenpreis in der Kathegorie «TV Coach». Nach 145 Folgen ist Schluss.
© RTL Die «Super Nanny» Katharina Saalfrank gewann 2007 den Deutschen Fernsehenpreis in der Kathegorie «TV Coach». Nach 145 Folgen ist Schluss.

Am Wochenende verkündete der Sender RTL die Absetzung der Doku-Soap «Die Super Nanny». Begründung: sinkende Quoten. Dabei sind die wahren Motive ganz andere, wie Bild.de weiss. Zwischen Diplompädagogin Katharina Saalfrank und dem Sender habe ein erbitterter Streit getobt.

Saalfrank schrieb dem Sender eine Mail: Man habe stark in ihre Arbeit eingegriffen, gegen pädagogisches Interesse, habe es darin geheissen. Und: «Deswegen stehe ich nicht zur Verfügung.»

Die wahren Gründe für das Aus, sind gemäss Bild.de die folgenden: 

  • Bei der Soap sieht man regelmässig, wie Kinder geschlagen werden. Es gab Probleme mit dem Kinderschutzbund sowie mit der Kommission für Jugendmedienschutz. Der Sender musste bereits 30 000 Euro Busse bezahlen wegen «Verletzung der Menschenwürde».
  • Mit der Realität soll es die Reality-Show nicht so ganz genau genommen haben: Saalfrank beschwerte sich immer wieder über Inszenierung nach Drehbuch.
  • Saalfrank schaltete das Jugendamt ein, als RTL nicht aufhören wollte, die ihre Kinder schlagende Soraya zu filmen. Vergeblich. Der Dreh wurde durchgeführt, die Super-Nanny war machtlos.

Der Sender RTL sei von Saalfranks Mail überrascht, hätte bis anhin noch nie Kritik von ihrer Seite her erhalten, heisse es in einer Stellungnahme.

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