Opernstar Anna Netrebko Diva der Herzen

Opernstar Anna Netrebko zeigt sich erstmals nach der Geburt mit Söhnchen Tiago Aruã, 7 Monate, und Ehemann Erwin Schrott in Zürich. Eine kleine Weltsensation!

Anna Netrebko, 38, ist das Supermodel unter den Operndiven. Die Russin mit österreichischem Pass schrubbte als Studentin im Mariinski-Theater in St. Petersburg die Fussböden, um den Stars nahe zu sein. Heute ist sie die grösste Sopranistin der Gegenwart.

Jetzt betört die Netrebko erstmals das Züricher Publikum. Mit Verdis «Traviata» gab sie letzten Mittwoch im Opernhaus ein ergreifendes Debüt. Nach der Premiere wurde gefeiert! An ihrer Seite: Ehemann Erwin Schrott, Bariton aus Uruguay. Beide turtelten bis zwei Uhr morgens. Das Chopard-Collier, das Anna zum Gala-Event trug, ist mit Smaragden (60 Karat!) und 172 Diamanten ausgefasst. Preis: über 4 Millionen Franken.

Freitagnachmittag taucht Madame in atemberaubenden Louboutin-Stilettos samt Ehemann und dem sieben Monate alten Söhnchen Tiago Aruã (der Name bedeutet «friedlicher Jakob») an der Bahnhofstrasse auf. Sie lässt sich von Chopard-Chefin Caroline Gruosi-Scheufele die Boutique zeigen. Wenn Anna einen Raum betritt, geht die Sonne auf. Im Interview wirkt sie fröhlich, weiblich und sehr sexy. Ein Star ohne Allüren.

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Frau Netrebko, spielen Sie Ihre Rollen, oder leben Sie sie?
Ich gebe alles. So sollte es sein. Das Publikum verdient es, dass ein Künstler seine Rolle lebt!

Sie haben die sterbende Violetta mit so viel Herzblut gesungen, dass Ihnen zum Schluss die Tränen übers Gesicht liefen.
Das ist wegen des Lichts – meine Augen sind sehr empfindlich. Ich möchte Sie aber nicht enttäuschen: Manchmal ist eine Aufführung auch für uns Sänger emotional. So viel Drama! Dann muss ich tatsächlich weinen.

Was fühlen Sie, wenn der Vorhang fällt?
(Anna Netrebko gibt ein Geräusch von sich, das sich wie «Uff!» anhört.) Ich bin erleichtert.

Wie erleben Sie das Zürcher Publikum, verglichen mit jenem in New York, Sydney oder Mailand?
Fantastisch. Das meine ich ehrlich. Die Leute hier sind «hot», heiss, der Funke springt über.

Machen Sie öfter Party, wenn die Vor­stellung vorbei ist? Wie letzten Mittwoch nach der «La Traviata»-Premiere bei der Chopard-Gala?
Es hängt von meiner Verfassung ab. Manchmal bin ich müde oder enttäuscht, will niemanden sehen. Manchmal habe ich Lust auf ein Glas Wein und will Spass haben. Mit der Familie Scheufele verbindet mich seit drei Jahren eine enge Freundschaft. ­Offizielle Anlässe mag ich aber nicht.

Ihr Bübchen Tiago Aruã ist zuckersüss! Ein liebes Kind?
Erwin Schrott: Und wie. Wir haben ihm gerade selber die Haare geschnitten.
Anna Netrebko: Ich habe grosses Glück mit meinem kleinen Prinzen. Er ist immer fröhlich und zufrieden.

Wie gefällt Ihnen Zürich?
Wir wohnen an einem privaten, schönen Ort. Das Wetter ist traumhaft, wir spazieren am See, geniessen jede freie Minute. Ich war gerade im Shopping-Paradies Grieder, wo ich viel Geld ausgegeben habe …

Welche Schokolade mögen Sie?
Sie darf nicht süss, aber auch nicht bitter sein. Wir fragten vorhin einen Mann, woher er das Eis hat und ob es ein Häagen-Dazs ist – unsere Lieblingsmarke. Er meinte, es gibt auch gute Schweizer Glace. Wir haben sie probiert – mit kleinen Schokostückchen drin. Das beste Eis meines Lebens!


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