«Das grösste Schweizer Talent» Drag-Queen Jazzmin will Schweiz sensibilisieren

Anfang Dezember buhlen beim SF Künstler um den Titel «Das grösste Schweizer Talent». Mit dabei ist auch die Zürcher Drag-Queen Jazzmin Dian Moore - an den Sieg glaubt sie jedoch noch nicht.
Drag-Queen Jazzmin würde sich bei einem Sieg vor allem darüber freuen, als Künstler von einem breiten Publikum wahrgenommen zu werden.
Drag-Queen Jazzmin würde sich bei einem Sieg vor allem darüber freuen, als Künstler von einem breiten Publikum wahrgenommen zu werden.

Ein Radiomoderater, der als Comedian durchstarten will und ein Coiffeur, der als Frau überzeugen möchte: Im Dezember startet beim SF die Casting-Show «Die grössten Schweizer Talente». Mit dabei ist nebst Energy-Mann Stefan Büsser auch die Zürcher Drag-Queen Jazzmin Dian Moore alias Leedonal Moore, wie sie gegenüber SI online bestätigt. «Am 5. Dezember um 17 Uhr stelle ich mich der Jury mit einer Playback-Show.» Die Jury - das sind Moderator Roman Kilchsperger, Musiker DJ Bobo und Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi.

«Am meisten freue ich mich lustigerweise auf den Kilchsperger. Ich glaube, er mag mich nicht», sagt die Drag-Queen. Und warum soll ein Mann, der als Frau verkleidet Lieder singt, das «grösste Schweizer Talent» werden? Es gehe darum, in eine andere Rolle zu schlüpfen und den Zuschauer damit zu verwirren. Aber: «Ich glaube nicht, dass ich die Show gewinnen kann, ich will einfach mal zeigen, dass wir ganz normale Menschen sind.» Die Schweiz dürfe sich langsam an «Drags» gewöhnen, Travestie sollte langsam auch hierzulande salonfähig werden.

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