Was macht eigentlich... ...«Drama, Baby» Bruce Darnell?

Kaum vorstellbar: In der nächsten «Supertalent»-Staffel wird Bruce Darnell nicht mehr auf seinem Jurystuhl Platz nehmen. Motsi Mabuse ersetzt ihn. Ist dies das Ende seiner TV-Karriere? Kann er überhaupt ohne Scheinwerferlicht auskommen? Und welche Pläne hat der immer gutgelaunte Catwalk-Coach nun? SI online hat bei ihm nachgefragt.

Das ist ein Drama, Baby! Die erfolgreiche TV-Show «Das Supertalent» auf «RTL» muss künftig ohne ihren Publikumsliebling Bruce Darnell, 54, auskommen. Seit dem Start des Formats 2008 sass er in der Jury und urteilte neben Sylive van der Vaart und Dieter Bohlen über skurrile Casting-Kandidaten. «Es war eine super Zeit. Wir haben viel Spass gehabt, grosse Emotionen und tolle Künstler erlebt», schwärmt Bruce gegenüber SI online. «Aber irgendwann muss auch mal etwas neues kommen.» Was denn? «Ich habe mir eine Auszeit gewünscht und die werde ich jetzt erstmal geniessen», antwortet er. «Lesen, Freunde treffen, Reisen und natürlich möchte ich endlich mal wieder im Modebereich aktiv werden.»

2006 bis 2007: Germany's Next Topmodel
Es ist ein Schritt zurück zu den Anfängen. Denn das Mode-Business war es, das Bruce bekannt machte: Als Modeltrainer in der TV-Sendung «Germany's Next Topmodel» von Heidi Klum. Dort lehrte er den jungen Frauen das Model-ABC, zeigte ihnen, wie man auf High Heels stöckelt und dabei die Handtasche richtig zu schwingt. Durch seine erheiternde Art avancierte er rasch zur Kultfigur. Sprüche wie «Drama, Drama, Baby!», «Wir machen jetzt ein Competition» oder «Isch richtig bin sauer!» sind inzwischen legendär. 
Doch trotz - oder wegen? - seines grossen Erfolgs stellt ihn Heidi Klum bereits 2008, nach zwei Staffeln, wieder vor die Tür. Das teilte sie in einem Interview mit - Bruce selbst wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts. «Wir haben davon gerade erst aus den Medien erfahren», sagte seine Sprecherin damals zum «Spiegel». «Mit uns hat noch niemand gesprochen.»

2008: Eigene Sendung «Bruce»
Als feststand, dass «Pro7» Bruce nicht mehr weiter verpflichten wird, schlug die «ARD» zu. Der Sender gab ihm eine eigene tägliche Styling-Show, die gar nahm ihm benannt wurde. Angeblich soll dabei eine sechsstellige Summe geflossen sein. In der Show verhalf er weiblichen und männlichen Kandidaten, die mit sich selbst nicht zufrieden sind, zu mehr Selbstwusstsein - durch Coaching und individuellen Styling-Tipps. Doch die Sendung floppte. Nach 19 Folgen wurde sie wieder abgesetzt.

2008 bis 2011: «Supermodel» und «Das Supertalent»
Es ging wieder bergauf. Mit seiner Catwalk-Coach-Verpflichung bei «Supermodel» auf «3+» wagte Bruce seine ersten Gehversuche in der Schweiz. Und noch im selben Jahr folgte ein weiteres Engagement als Juror bei der Sendung «Das Supertalent», die bis heute ein Quoten-Renner ist. Genau an seinem 54. Geburtstag am 9. Juli gab Bruce seinen Austritt bekannt.

Noch ist unklar, wie lange Bruce' Auszeit dauern wird. Feststeht jedoch, dass er nicht für immer von der Bildfläche verschwinden wird. «I'll be back! Das ist sicher», sagt er gegenüber SI online. «Wann dazu der richtige Zeitpunkt ist, wird sich zeigen. Ich denke im nächsten Jahr.»

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