Kreuzfahrt auf dem Nassersee Durch das Land der Pharaonen

Ägypten birgt einige der faszinierendsten ­Schätze der Menschheit. Auf einer Kreuzfahrt über den Nassersee lassen sie sich entspannt und komfortabel entdecken.
Durch das Land der Pharaonen
Durch das Land der Pharaonen

Der Anflug auf Abu Simbel ist spektakulär. Die in goldenes Licht getauchte Wüste ist von fjordähnlichen Ausläufern des Nassersees durchzogen. Unzählige tiefblaue Verästelungen schlängeln sich durchs bernsteinfarbene Sandmeer und ver­leihen der ausgedörrten Landschaft eine bizarre Schönheit.

Dass Abu Simbel, eine der Hauptattraktionen des alten Ägyptens, heute noch besucht werden kann, ist einer ­beispiellosen internationalen Rettungsaktion zu verdanken. Durch den Bau des neuen Assuan-Staudamms in den 1960er-Jahren drohten einige der wichtigsten pharaonischen Schätze, darunter auch die Felsentempel von Ramses II. und ­seiner Frau Nefertari, in den Fluten des Nassersees unterzugehen. Fünf Jahre dauerte die Verlegung der Anlage, die in Teile zersägt rund 60 Meter über ihrem ursprünglichen Standort wieder auf­gerichtet wurde. Im Innern des Felsentempels entdecken aufmerksame Beobachter noch die eine oder andere Furche in den Steinquadern. An der Fassade ist davon nichts mehr zu sehen. Die vier sitzenden Ramses-Giganten thronen ­neben dem Tempeleingang, scheinbar unversehrt wie beim Bau vor 3250 Jahren.

Am nahen Bootssteg liegt die Mövenpick-«MS Prince Abbas» vor Anker und erwartet ihre 130 Passagiere. Das im Stil eines englischen Raddampfers gebaute Schiff startet von hier aus seine Kreuzfahrt nach Assuan. Bootsmanager Nasr Hashem und sein 80-köpfiges Team kümmern sich auf dem hervorragend ­geführten Schiff um das Wohl der Gäste. Jede der geräumigen Kabinen hat ein Panoramafenster, das Buffet ist abwechslungsreich, die Bedienung herzlich. Kein Wunder, wurde die «Prince Abbas» vor zwei Jahren zum besten Kreuzfahrtschiff auf dem 5250 km2 grossen Nassersee gekürt.

Das lebendige Treiben auf dem pittoresken Souk von Assuan holt einen aus der Epoche der Pharaonen wieder in die Gegenwart zurück. Wem das gleissende Licht und die Hitze der mit Sonne am meisten verwöhnten Stadt Ägyptens zu schaffen macht, sei die Kitchener-Insel ans Herz gelegt. Ein Spaziergang unter dem in unzähligen Grüntönen leuchtenden Blätterdach ist nach der Kargheit der Wüste eine Wohltat.


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