Whitney Toyloy Ewigi Liebi!?

Seit erst vier Monaten sind Whitney Toyloy und Karim Ulmann ein Paar. Übersteht ihre Liebe das harte Missen-Jahr? «Ja, da bin ich mir sicher», sagt der neue Liebling der Nation.
Miss Whitney und ihr Freund Karim lieben sich innig und turteln bei jeder Gelegenheit.
Miss Whitney und ihr Freund Karim lieben sich innig und turteln bei jeder Gelegenheit.

Bei Toyloys daheim herrscht Aufregung: Die Schwestern Mathilda, 15, und Ava, 11, schnattern am Frühstückstisch wild durcheinander. Mutter Véronique arbeitet sich durch den Berg Zeitungen, wobei nur die Berichte über ihre Tochter interessieren. Freund Karim stürmt mit frischen Gipfeli ins Wohnzimmer, und Vater Dwayne springt zwischen Kaffeemaschine, Kühlschrank und Tisch hin und her.

Jack-Russell-Terrier Leeloo jagt die Katzen Chips und Paprika die Treppe hoch, und mittendrin steht ein wenig schlaftrunken der neue Schweizer Goldschatz und murmelt ein «Bonjour». Alle sind überglücklich. Whitney ist zu Hause! Zum ersten Mal seit ihrer Wahl zur Miss Schweiz vor einer Woche.

Karim Ulmann ist mächtig stolz auf seine Freundin. Andererseits muss er jetzt seine Whitney mit so vielen teilen. «Das ist gewöhnungsbedürftig», sagt er. Scheu posieren beide für die Kamera. Sobald sie sich unbeobachtet fühlen, turteln und schmusen die Frischverliebten.

«Bei uns zu Hause gilt eine Regel: Respektiere ich meine Eltern, respektieren sie mich»

Karims Vater und Whitneys Daddy sind seit Jahren miteinander befreundet. 2004 machten die Familien gemeinsam Ferien in der Türkei. Doch gefunkt hats zwischen dem 22-Jährigen und der 18-Jährigen erst vor vier Monaten, just zu der Zeit, als Whitney sich für die Miss-Schweiz-Wahl anmeldete.

Keine Angst, dass die junge Liebe im Missen-Jahr kaputtgeht? «Nein», sagt Whitney bestimmt. «Da bin ich mir sicher. Wir lieben uns.» Und Karim? Er überlegt kurz. «Wir sind auch bisher schon über mehrere Wochen getrennt gewesen.» Karim, der zwar einen arabischen Namen trägt, aber aus einer Westschweizer Familie stammt, ist als Maschinenbaumechaniker oft im Ausland unterwegs.

Apropos Ausland: Dass unsere neue «Miss Multikulturell» Wurzeln in China, Panama, den USA und sogar Irland hat, ist schnell erzählt. Der Urgrossvater von Whitneys Vater Dwayne wanderte einst nach Panama aus und heiratete dort – eine Farbige. Deren Vorfahren, so hat Whitneys Vater erforscht, kamen aus Irland und Indien.

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Dwayne selbst kam schliesslich als Zehnjähriger mit seinen Eltern in die Schweiz, wo sein Vater in Lausanne Medizin studierte. Whitneys Mutter ist dagegen in Yverdon geboren und aufgewachsen.

«Es ist eine lustige Geschichte, wie sich meine Eltern kennenlernten», sagt Whitney grinsend. Wenn sie Deutsch spricht, wirkt sie stets etwas schüchtern. In ihrer Muttersprache Französisch dreht sie dagegen richtig auf. Und wie war das jetzt mit ihren Eltern? Ursprünglich hatte ihr Vater die Schwester seiner Frau Véronique kennengelernt.

«Unsere Liaison dauerte aber nur ein paar Monate», sagt Whitneys Vater schnell. Ein Jahr später traf man sich in einer Disco wieder. «Da hattest du allerdings eine andere», hilft Véronique ihrem Mann auf die Sprünge. Es dauerte ein weiteres Jahr, bis sie endlich zusammenkamen. Und irgendwann wurde Whitney geboren. «In Zürich», wie Vater Dwayne stolz anmerkt.

Ihren Namen verdankt die Miss übrigens der Sängerin und Schauspielerin Whitney Houston. «Wir haben heute noch die Schallplatte, durch die ich auf den Namen kam», sagt ihre Mutter. Auch bei den beiden anderen Töchtern griffen die Eltern auf Namen berühmter Filmstars zurück:

Mathilda wurde nach der französischen Schauspielerin Mathilda May benannt und Ava, die Kleinste im Haus Toyloy, nach dem US-Glamourstar Ava Gardner. «Unsere Eltern und wir sind totale Filmfans», sagt Whitney. Mindestens einmal pro Woche ziehts die Familie ins Kino.

Fürs Sackgeld jobbte die Miss bis zu ihrer Wahl an einer kleinen Tankstelle in Yverdon VD. Als sie jetzt dort auftaucht, herrscht genauso viel Aufregung wie am Morgen im Haus ihrer Familie. «Félicitations», ruft eine Frau, die gerade ihren Wagen aufgetankt hat, als sie die Miss erkennt.

Auch ihre Kollegen begrüsst Whitney, als wäre sie noch immer die Aushilfskraft hinter der Kasse. Vor ihr stauen sich die Kunden, sie wollen lieber bei der Miss bezahlen. «Sie müssen bitte an die andere Kasse», sagt sie mit ihrem charmanten Lächeln. «Schade», murmelt ein junger Mann. Whitney Toyloy erobert die Herzen der Schweizer - nicht nur westlich des Röstigrabens.

Ein bisschen wehmütig wird ihr bei den Fotoaufnahmen vor ihrem Gymnasium. Es ist nur zehn Minuten von zu Hause entfernt. Als ihre Mitschüler in der Kantine Whitney erblicken, drücken sie sich ihre Nasen an der Fensterscheibe platt. Whitney winkt, lächelt - und ist schon wieder weg. Zumindest fürs nächste Jahr.


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