Der etwas andere 1. August Flagge zeigen am Säntis

Flagge zeigen am Säntis
Flagge zeigen am Säntis

Kurz nach 11 Uhr ertönt am vergangenen Freitag über Funk das Kommando: «An alle. Fahne lösen. Langsam ab.» Kurze Sätze, klare Anweisungen, Präzision entscheidet am Berg über Leben und Tod. Aus 400 Metern über Boden seilen sich Roland Düsel und 13 andere geübte Höhenarbeiter ab. Ganz sachte. Und entrollen in der Nordwand des Säntis Stück für Stück 1,2 Tonnen Stoff.

Die weltweit grösste Schweizerfahne! Hergestellt von der Heimgartner Fahnen AG in Wil SG, als Auftakt zum Jubiläum 75 Jahre Säntis-Schwebebahn. Das 120 auf 120 Meter und damit 14 400 Quadratmeter grosse Tuch hat die Dimension von zwei Fussballfeldern und kostet 80 000 Franken. Nach vier Stunden ist das Werk am Berg vollbracht. Der Nebel trübt nur die Sicht, nicht die Freude der rund 4000 Zuschauer. Düsel ist erleichtert:

«Es gab heikle Momente. Aber keine Angst, wir sind geübt.» Wind und Felsbrocken machten nur dem Stoff das Leben schwer. Die Fahne hat zahlreiche Risse erlitten. Bis zum nächsten 1. August sollte sie allerdings wieder auf Vordermann gebracht werden.


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