«ESC» Halbfinal-Panne bringt Epiney ins Schwitzen

Deutschland wollte als Gastgeber des «Eurovision Song Contest 2011» alles richtig machen. Doch ausgerechnet beim Auftakt im ersten Halbfinale vom Dienstagabend passierte ein Malheur, das nicht nur Moderator Sven Epiney ärgerte

Wer am Dienstagabend das erste Halbfinale vom «Eurovision Song Contest» verfolgte, wunderte sich zu Recht über die schlechte Ton-Qualität. Sven Epiney, der für die Schweiz in einer kleinen Kommentaroren-Kabine sass, schaltete sich per Telefon ein. Die Folge: lautes Rauschen, das sich mit den Stimmen der Moderatoren auf der Bühne vermischte. «So kann man nicht arbeiten», sagt Epiney zu Blick.ch.

Was war los? Wieso meldete sich Sven Epiney, der zusammen mit Lena Meyer-Landrut co-kommentierte, per Telefon? Spart das Schweizer Fernsehen etwa an Geld, fragt sich der Zuschauer. Doch nicht das SF ist Schuld am Ton-Debakel, sondern eine technische Panne vor Ort. Gemäss Bild.de sind alle Steueranlagen vorübergehend ausgefallen. Eine Sprecherin des Norddeutschen Rundfunks erklärt: «Es gab bei den ISDN-Leitungen von den Kommentatoren-Kabinen ins Telekom-Netz Probleme.» Deshalb sei die kleine Kabine zeitweise voller Techniker gewesen, sagt Epiney dazu. «Es war sehr heiss, ich war bis auf die Unterwäsche durchgeschwitzt.»

Zwar war die Panne gegen 22.30 Uhr behoben. Doch auch als Anke Engelke die zehn Finalisten bekannt gab - darunter auch die Schweiz -, verstand der Zuhörer daheim zuweilen wenig. Zu leise war ihr Mikrofon eingestellt. Das war aber spätestens dann egal, als sie als sechste Finalistin Anna Rossinelli nannte und die Schweizer Flagge auf dem Bildschirm erschien. Wichtig war dann nur, dass es die Schweiz nach fünf langen Jahren - nach gescheiterten Versuchen von Michael von der Heide, Lovebugs oder DJ Bobo - endlich wieder den Einzug ins grosse Finale geschafft hat.

Anna Rossinellis Reaktion auf ihre Final-Teilnahme:



An der anschliessenden Pressekonferenz sagte Rossinelli zu ihrem Triumph: «Ich war sehr nervös, aber es ist so toll, hier zu sein. Danke, dass ihr mir die Stimme gegeben habt.» Wie viele Anrufer tatsächlich für die Baslerin eingingen, ist noch nicht bekannt.

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