Carlo Janka Heimlifeiss

Wer meint, Carlo Janka freue sich nur mässig über Abfahrts-Bronze, liegt falsch: Der Jungstar kanns nur gut verstecken.
Carlo Janka zeigt im Schweizer Teamhotel La Savoyarde, wie er Gefühle ausdrückt.
Carlo Janka zeigt im Schweizer Teamhotel La Savoyarde, wie er Gefühle ausdrückt.

«Er ist eine aussergewöhnliche Rennmaschine», sagt Cheftrainer Martin Rufener. «Dieser Junge ist herausragend», meint Didier Cuche. Gleich bei seiner ersten WM gewann Carlo Janka, 22, eine Medaille.

Bronze in der Abfahrt – auf einem der schwierigsten Hänge der Welt! Auf Freudensprünge oder ein markdurchdringendes Lachen wie bei Lara Gut wartet man beim jungen Bündner aber vergebens. «Es ist einfach nicht mein Stil, meine Emotionen nach aussen zu tragen.»

Kein Wunder, fragte ihn eine englische Journalistin nach dem Rennen, ob er denn überhaupt «happy» sei. Dabei ist der leidenschaftliche Manchester-United-Fan alles andere als ein gefühlloser Klotz. Nur kommen sein Schalk und seine Schlagfertigkeit vor allem im kleinen Kreis zum Einsatz, dann aber umso stürmischer: ein richtiger «Heimlifeiss»!

Die Bronzemedaille von Val d’Isère soll nur der vorläufige Höhepunkt seiner jungen Karriere sein. «Jetzt gebe ich erst richtig Vollgas», sagt der Single-Mann («Julia Mancuso würde mir gefallen») aus Obersaxen GR.

Seine Medaille widmet er Daniel Albrecht, dessen Schicksal «Jänks» sichtlich nahegeht. «Ich habe zu Dani ein enges Verhältnis, er hat mir immer geholfen, wenn ich ihn um Rat fragte. Richtig glücklich werde ich erst wieder sein, wenn Dani gesund ist.»

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