Kunst, Kultur und Kulinarik: New aus London Höhenrausch an der Themse

London kennt jeder. Falsch! In der britischen Metropole ist Clubbing eine Kunst. Tagsüber macht man sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral.
Höhenrausch an der Themse
Höhenrausch an der Themse

Auf Prinz Harry ist Verlass. Wo der Royal feiert, sind die Szenen-Spots der Stadt. Der ultraschicke Vendome Night Club (85 Piccadilly) gehört ebenso zu den Favoriten des jungen Wilden wie das «Raffles» (287 King’s Road) oder Guy Ritchies legendäre Kneipe The Punchbowl (41 Farm St.). Londons Nachtleben versetzt einen immer wieder in Staunen. Schliesslich werden hier die Trends der Zukunft geboren.

All in one heisst das Zauberwort - alles unter einem Dach. Im Casino at the Empire locken Spieltische à la Las Vegas, zwei Restaurants und vier Bars. Wer das «Sketch» betritt, wandelt wie Alice im Wunderland durch ein luxuriöses Imperium – bestehend aus dem pinkfarbenen Gourmettempel The Gallery, einer ­Lounge und einem Memberclub. «Food, Art and Music» lautet die Kombination des Avantgarde-Treffpunkts. Die Homepage www.sketch.uk.com ist ein verrücktes kleines Wunderwerk. Auch die WCs des Clubs sind einen Besuch wert: Vor den gigantischen Dinosaurier-Eiern findet oft die beste Party statt.

In Sachen Kunst muss man den Briten nichts vormachen. Gradmesser
für Zeitgenössisches sind das Camden Arts Center, The Saatchi Gallery, die Tate Modern (erbaut von den Schweizern Herzog & de Meuron). Tate-Highlight 2010: die Paul-Gauguin-Show. Der Co-Chef der hippen Serpentine Gallery in Kensington Gardens ist ebenfalls ein Schweizer: Hans Ulrich Obrist wurde kürzlich zum «bedeutendsten Kunst-Mann 2009» gekürt. Der St. Galler ist «very amused» über seinen neuen ­Pavillon: ein futuristisches Kon­strukt in Form einer Amöbe für Partys, Events, Lesungen.

Den Templern auf der Spur – das ist nach Paris nun auch in London möglich. In einer dreistündigen «Da Vinci Code»-Führung kommt man dem Heiligen Gral ein Stück näher. Die Guides von www.britishtours.com tauchen ein in die Welt von Bestseller-Autor Dan Brown und besuchen die Originalschauplätze (Westminster Abbey, National Gallery, Temple Church). Ein Musical davon gibts (noch) nicht. Dafür erobert der Broadway-Dauerbrenner «Hair» ab April 2010 die City. Bis dahin: zurücklehnen und schwelgen! Im Lyceum Theatre bei «The Lion King», Disneys erfolgreichstem Musical-Märchen aller Zeiten.


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