Maya Wirz «Ich war und bin ein Spätzünder»

Ein Traum ging für Maya Wirz in Erfüllung, als sie bei «Die Grössten Schweizer Talente» gewinnt. Der «Schweizer Illustrierten» erzählte die 49-Jährige, wie sie für ihren Traum zu singen einige Rückschläge einstecken musste.
Maya Wirz ist die stolze Siegerin der Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente». Ihr Album kommt bereits im Sommer auf den Markt.
© SRF/Daniel Ammann Maya Wirz ist die stolze Siegerin der Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente». Ihr Album kommt bereits im Sommer auf den Markt.

Für Maya Wirz, 49, geht mit dem Sieg bei «Die Grössten Schweizer Talente» ein Traum in Erfüllung. Die Chance auf eine Karriere hatte sie allerdings bereits einige Male davor schon.

Früh interessiert sich Maya für klassische Musik und nach dem ersten Opernbesuch war für sie alles klar, erzählt sie in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten». «Dort will ich auch mal stehen», sagte sie damals und meinte damit die Bühne. Das war im Alter von 13 Jahren. Die Musikkarriere musste aber noch etwas warten. Denn zuerst sollte sie eine Ausbildung machen. Im alten Grammohaus verkaufte sie Platten. Jeden Abend schlich sie ins Stadttheater Basel und schaffte es eines Tages hinter die Bühne. Die erste Chance für Maya. Sie durfte vorsingen und kam in den Chor der Opern «Aida», «Tosca» und «Boris Godunov». Ein grosse Sache, würde man meinen - nicht für Maya. «Ich wollte doch immer alleine singen.»

Für eine Gesangsausbildung war sie mit 16 Jahren noch zu jung. Also wartete sie noch vier Jahre, nahm dann Gesangsunterricht und studierte am Opern-Studio in Biel. Da der Weg von Binningen nach Biel zu weit war, zog Wirz mit 28 Jahren von Zuhause aus. «Ich war und bin ein Spätzünder», sagt sie. 1995 dann die nächste Chance: Maya wurde für den Chor von «The Phantom of the Opera» engagiert. Das Engagement dauerte zwei Jahre, dannach war sie arbeitslos. «Ich dachte, dass ich als Chorsängerin sowieso keine Chance mehr auf eine Solokarriere habe». Kurzerhand gab sie ihren Traum auf und begann bei der Stadt Basel als Bus-Cheuffeuse zu arbeiten. Bei ihrer Arbeit lernte sie auch ihren jetzigen Lebensgefährten Roger Enz kennen und nach einigen Hürden auch lieben. Die erste Beziehung für Maya Wirz.

Nach dem Tod ihres Vaters 2005 erinnerte sich Maya dann wieder an ihren grossen Traum und begann wieder zu singen. Mit dem Sieg bei «Die Grössten Schweizer Talente» erhält Maya Wirz die nächste Gelegenheit, eine Gesangs-Karriere zu starten. Mit 100'000 Franken Start-Kapital und einem Plattenvertrag sollte ihr nichts mehr im Weg stehen. Im Sommer kommt ihr erstes Album raus, trotzdem arbeitet sie bereits wieder als Busfahrerin. Ob sie diesmal ihre Chance packen wird?

Lesen Sie den ganzen Bericht über Maya Wirz in der «Schweizer Illustrierten» Nr. 13 vom 28. März 2011 - und auf dem iPad.

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