Moritz Leuenberger Im Klimazug nach Kopenhagen

Bundesrat Moritz Leuenberger reiste im Zug zur Klimakonferenz in Kopenhagen. SI-Journalistin Nina Siegrist begleitete ihn.
Im Klimazug nach Kopenhagen
Im Klimazug nach Kopenhagen

Am Donnerstagmorgen nähert sich der Klimaexpress Kopenhagen, ein Schneesturm peitscht gegen die Fensterscheiben. Die Reisenden kommen aus ihren Schlafkabinen in den Speisewagen. Bundesrat Moritz Leuenberger wirkt munter. Er wird kurz nach der Ankunft in Kopenhagen zum Konferenzzentrum gefahren, wo er von der bereits anwesenden Schweizer Delegation gebrieft wird über den Stand der Dinge.

Zwei Tage lang diskutiert und verhandelt er gemeinsam mit anderen Staatsvertretern fast ununterbrochen. Das Resultat ist hochum­stritten: Lippenbekenntnis und fauler Kompromiss oder doch ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung? Die Zukunft wirds zeigen.

Wenn einer Ihrer Nachfolger in 50 Jahren zurückschaut auf Ihre Tätigkeit – was wird er dann hoffentlich sagen?
«Er hat das Maximum getan, was damals möglich war.» Aber wahrscheinlich wird er auch sagen: «Heute würden wir alles ganz anders machen.»

Wie meinen Sie das?
Wir alle leben im gegenwärtigen Irrtum, in dem wir uns befinden. Künftige Generationen wissen es immer besser. Denken Sie nur an die Röntgenstrahlen: Als ich jung war, konnte man in jedem Schuhgeschäft minutenlang durch ein Röntgengerät schauen, das einem zeigte, ob der Schuh gut sitzt. Die gesundheitsschädigende Wirkung der Röntgenstrahlen war kein Thema. Heute zieht mir die Zahnarztgehilfin eine dicke Schürze an, wenn ich röntgen muss. Auch unsere Nachfahren werden sich wohl in gewissen Belangen fragen: «Waren die denn wahnsinnig?»

Lesen Sie das ganze Interview - in der aktuellen Schweizer Illustrierten.


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