Jacintha Saldanha ✝ Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin

Es soll ihr Schamgefühl gewesen sein, das Jacintha Saldanha in den Tod getrieben hat. Die Krankenschwester, die in den Telefonscherz des Radiosenders 2Day FM involviert war, hat einen Abschiedsbrief hinterlassen.

Es war eine traurige Vermutung, doch jetzt scheint ein Brief Gewissheit zu bringen: Jacintha Saldanha, 46, soll sich nach dem Telefonstreich der Radiomoderatoren Mel Greig und Michael Greig tatsächlich das Leben genommen haben. Laut RadarOnline.com ist ein Brief der Krankenschwester aufgetaucht, die sich in der King Edward VII. Privatklinik um die schwangere Herzogin Catherine gekümmert und den Telefonanruf von 2Day FM durchgestellt hat. Was genau darin steht, ist bisher noch nicht bekannt. 

Es sei jedoch ihr Pflichtgefühl gewesen, das der Pflegefachfrau zum Verhängnis wurde: «Sie war eine anständige und rechtsschaffende Person», erklärte ihr Bruder Naveen gegenüber «Daily Mail». Deshalb habe sie nach dem Vorfall extreme Schande verspürt.

Die Familie rund um Ehemann Ben Barboza ordnete eine ausführliche Untersuchung der Umstände an. Sie fordert, dass jedes Detail zum plötzlichen Tod geklärt wird. «Es gibt ungeklärte Umstände. Die Familie will alles wissen. All die Fakten, komplett und übersichtlich», zitiert «Daily Mail» den Staatsanwalt Keith Vaz, der die Hinterbliebenen rechtlich vertritt. «Das Krankenhaus muss noch mehr die Initiative ergreifen. Eine komplette Untersuchung ist erforderlich, und die Familie muss bei all dem einbezogen werden.»

Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Sender Ben Barboza, 49, und seinen Kindern Lisha, 14, und Junal, 17, nach seinem todbringenden Scherz eine Entschädigung von umgerechnet 500'000 Franken zahlen wird. «Wir hoffen, dass wir mit unserem Beitrag für den Gedenk-Fonds dabei helfen können, die Saldanha-Familie mit dem zu unterstützen, was sie in dieser schweren Zeit braucht», erklärte Rhys Holleran, Chef der Unternehmensgruppe «Southern Cross Austereo», der Radio 2Day FM angehört. 

Jacintha Saldanha wurde am vergangenen Freitag im Schwesternwohnheim der Privatklinik tot aufgefunden. Die Beisetzung der Inderin soll in ihrer Heimatstadt Shirva erfolgen.

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