Der ehemalige König will nichts von unehelicher Tochter wissen Albert II. von Belgien verweigert Vaterschaftstest

Der ehemalige König Belgiens, Albert II., wehrt sich weiterhin gegen eine Anerkennung seiner angeblich unehelichen Tochter Delphine Boël.
König Albert II. von Belgien
© Dukas

Will partout keinen DNS-Test machen: Albert II. von Belgien.

Sie will Gewissheit und es geht ihr ums Prinzip. Die belgische Bildhauerin Delphine Boël behauptet seit Jahren, die leibliche Tochter des ehemaligen Königs Albert II., 84, zu sein. Sie soll aus einer Affäre mit Baronin Sybille de Sélys Longchamps stammen. Die 50-Jährige überzeugte im November ein Gericht, den ehemaligen Regenten zum Vaterschaftstest zu verdonnern. Die Richter gaben ihm eine Frist von drei Monaten.

Doch gegen einen DNS-Test wehrt sich der ehemalige Monarch mit allen Mitteln. Albert II. habe abermaligen Einspruch gegen einen Test eingelegt, erklärt Anwalt Alain Berenboom am Freitag in Brüssel laut Nachrichtenagentur «sda».

Der Ex-König zweifle an der Methode zum DNS-Abgleich, so die juristische Begründung. Boëls Anwälte sehen diese Reaktion als wiederholten Beweis dafür, dass die Bildhauerin wirklich die uneheliche Tochter Alberts ist.

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Der alt König kämpft schon lange gegen eine erzwungene Anerkennung der angeblichen Tochter. 1999 zeigte er sich öffentlich reuig und gestand dem Volk, dass seine Ehe lange Jahre durch eine Krise ging. Doch konkreter wurde er nicht.

Delphine Boël
© imago

Delphine Boël will die Tochter von König Albert II. sein.

Ein belgisches Gericht hiel fest: Jacques Boël ist definitiv nicht der leibliche Vater der Bildhauerin. Für sie ist daher klar, dass es Albert II. sein muss. Je nachdem, wer das juristische Kräftemessen gewinnt, wird das die Öffentlichkeit aber nie mit Sicherheit erfahren.

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