Prinz Harry Am Nordpol starb ihm beinahe sein Ohr ab

Kein Wunder, begeistert Prinz Harry Frauen und Männer gleichermassen. Der Dritte in der britischen Thronfolge sieht nicht nur gut aus, er setzt sich auch für die Schwächeren ein und steht seinen Mann. Für einen guten Zweck reiste er kurz vor der Hochzeit seines Bruders an den Nordpol - und verlor dabei fast ein Ohr. BBC begleitete ihn auf der Expedition und strahlte nun die erste Folge der Doku-Serie aus. SI online hat die Details und die Videos dazu.

Temperaturen von bis zu Minus 50 Grad, Eisflächen, die unter den Füssen brechen - und die grösste royale Hochzeit der letzten Jahre: Kurz bevor sich Kate Middleton, 29, und Prinz William, 29, das Ja-Wort gaben, bereiste dessen Trauzeuge und Bruder einen der gefählichsten Orte der Welt. Prinz Harry, 26, die Nummer Drei der britischen Thronfolge, begleitete acht Personen - darunter sechs Kriegsveteranen - auf eine Expedition zum Nordpol. Im Rahmen einer Wohltätigkeitsaktion für verwundete Soldaten legte die Gruppe eine Distanz von 250 Kilometern in 12 Tagen zurück.

Und der Weg hatte es in sich. Neben dem Wetter, das am Nordpol innert Sekunden wechseln kann, gab es Eisbären und sehr dünnes Eis, das die Gefährten passieren mussten. Harry erinnert sich auf DailyMail.co.uk an eine Situation: «Als Steve und ich das Eis als letzte überquerten, hätten wir fast ein bisschen zu viel vom Ozean gesehen. Wir brachen beinahe ein.»

Auch die tiefen Temperaturen setzten ihm zu. Während einer kurzen Pause unterhielt sich Harry mit dem Rest des Teams, die Kaputze seiner Jacke hatte er unten. Inge Solheim, der die Expedition leitete, entdeckte im letzten Moment, dass Harrys Ohren auffällig weiss waren - ein Zeichen dafür, dass sie kurz vor dem Abfrieren waren. Er befahl ihm, sofort die Kaputze hoch zu nehmen.

Harry traf wohl eine weise Wahl, seiner Grossmutter - Queen Elizabeth II. von England - im Vorfeld nichts von der Expedition zu erzählen. «Sonst hätte sie gedacht, ich sei vollkommen verrückt geworden», ist er sich sicher. Nur Bruder William und sein Vater Charles waren eingeweiht. «Mein Vater war ziemlich nervös», erzählt Harry. «Vor allem weil er wusste, dass ich mich körperlich nicht genügend auf die Expedition vorbereiten konnte.» Charles hätte mit vielen Freunden gesprochen, die bereits Erfahrung hatten mit solchen Reisen. «Sie rieten ihm, seinen Sohn nicht gehen zu lassen», sagt Harry.

Zwei Tage vor Schluss musste er schliesslich abreisen - für seinen Bruder William: Denn dieser gab seiner langjährigen Freundin Kate am 29. April das Ja-Wort. «Ich würde so gerne noch bleiben», verabschiedete er sich bei der Truppe. «Aber ich habe militärische Verpflichtungen Zuhause. Zudem wartet eine kleine Hochzeit, bei der ich dabei sein muss.» Dennoch liess es sich Harry nicht nehmen, den Veteranen via Satellitentelefon zu gratulieren, als diese ihr Ziel erreicht hatten. Zurück in England, empfing er seine Helden:

Am 23. August schauten rund 4,8 Millionen Zuschauer gebannt auf die Fernsehbildschirme, als der britische TV-Sender BBC die erste Episode der Dokumentationsreihe über Prinz Harrys Expedition mit den Veteranen ausstrahlte. Sie trug den Titel: «Harry's Arctic Heroes». Sein Ziel, auf die Schwierigkeiten von emotional und körperlich verletzten Kriegsrückkehrern aufmerksam zu machen, dürfte Harry erreicht haben. Er konnte damit rund 2,28 Millionen Schweizer Franken sammeln und ist darüber sichtlich erfreut: «Ich und mein Bruder und wahrscheinlich viele Briten und Britinnen wollen diese Typen in dem, was sie tun, unterstützen.»

SEHEN SIE SICH DIE DOKUMENTATION AUF VIDEO AN: 

Das Wohltätigkeits-Expedition «Walking With The Wounded» ist übrigens nicht Harrys erster waghalsiger Einsatz: 2008 war er während zehn Wochen in Afghanistan im Einsatz, um die Taliban zu bekämpfen. Und in Mosambik half er bereits mit, Minen zu entschärfen. Genau wie es seine verstorbene Mutter Prinzessin Diana vor Jahren getan hatte.

Die zweite Episode von «Harry's Arctic Heroes» strahlt BBC am 2. September 2011 aus:

Alles zu den Royals finden Sie im Dossier von SI online.

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