Corinna Schumacher Appell an die Medien: «Verlassen Sie die Klinik»

Erstmals äussert sich Corinna Schumacher nach dem tragischen Ski-Unfall ihres Mannes. Sie bittet in einer schriftlichen Stellungnahme um Verständnis und Rückzug der anwesenden Journalisten. 
Corinna steht Michael Schumacher zur Seite
© Getty Images

Sabine Kehm, Sprecherin der Familie, lässt im Namen von Corinna Schumacher verlauten, doch den Wunsch nach Zurückhaltung zu respektieren. «Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe.» 

Das Krankenhaus in Grenoble wird seit Tagen von Journalisten und Fotografen belagert. Keine einfache Situation für Ärzte und vor allem Angehörige von Michael Schumacher. In einem öffentlichen Schreiben ermahnte die 44-jährige Gattin des verunglückten Formel-1-Piloten deshalb nun in unmissverständlicher Klarheit, ihre Familie und die Lebensretter doch bitte in Ruhe zu lassen. «Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik», heisst es wahrscheinlich in Anspielung auf die Fehlinformation der Presse, dass ihr 45-jähriger Mann bereits über den Berg sei. Weiter lässt die Sprecherin der Familie, Sabine Kehm, 47, im Namen von Corinna Schumacher verlauten, doch den Wunsch nach Zurückhaltung zu respektieren. «Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe.» 

Der kritische Gesundheitszustand von Michael Schumacher lockte unzählige Medienleute aus aller Welt an. Um über jede noch so kleine Veränderung der Situation berichten zu können, gehen die Journalisten ziemlich weit. So musste beispielsweise ein Reporter von Sicherheitsleuten aufgehalten werden, der sich als Priester verkleidet in Schumachers Krankenzimmer schleichen wollte.

Michael Schumacher liegt seit seinem Sturz am 29. Dezember 2013 im Koma. Der Formel-1-Rekordweltmeister stürzte im Skigebiet Méribel in den französischen Alpen mit dem Kopf auf einen Felsen und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Einem Bericht der französischen Tageszeitung «Le Dauphiné» zufolge soll die Helmkamera an Schumachers Skiausrüstung eingeschaltet gewesen sein. Derzeit wird geklärt, ob das aufgezeichnete Material zur Klärung des Unfallherganges beitragen kann. Die Staatsanwaltschaft hat für Mittwoch eine Pressekonferenz in Albertville einberufen. 

Auch interessant