Die Backstreet Boys schauten zusammen Pornos... ...und weitere Band-Geheimnisse, die Sie noch nicht kannten

Die Backstreet Boys rühren gerade die Werbetrommel für ihren neuen Film «Show 'Em What You're Made Of». Wie man das am besten macht? Mit pikanten Details aus vergangenen Zeiten. Im Interview mit der «Huffington Post» lüften Kevin Richardson und A.J. McLean einige Geheimnisse, von denen selbst der grösste Fan der Boygroup noch nichts wusste.
Backstreet Boys Video-Premiere
© Getty Images

Vereint auf dem Roten Teppich in L.A.: Die Backstreet Boys am vergangenen Wochenende bei der Premiere ihres Dok-Films.

1. Ryan Gosling wurde fast ein Backstreet Boy.
Aber nur fast. Gosling machte Anfang der 90er im «Mickey Mouse Club» mit, genau wie Nick Carter, Justin Timberlake oder Britney Spears. Damals wohnte er im gleichen Apartmentkomplex in Orlando, Florida, wie A.J. McLean. «Ryan und ich wurden Freunde und spielten zusammen Basketball», erzählt A.J. Das war zu jener Zeit, als er auch für die Backstreet Boys vorsang. Er habe Gosling dann vorgeschlagen, der Gruppe beizutreten, der habe aber abgelehnt. 2013 sagte Gosling gegenüber «Clebuzz», dass er damals gedacht habe, diese neue Boyband würde zu sehr den New Kids on the Block ähneln. Der «Mickey Mouse Club» wurde 1994 dann abgesetzt, bald stürmten die Backstreet Boys mit «We've Got It Going On» die Charts. Gosling versuchte darauf mehrere Male, McLean anzurufen. Vergeblich.

2. Die Backstreet Boys schauten zusammen Pornos.
Zu ihren Anfangszeiten verbrachten die Bandmitglieder viel Zeit bei ihrem schwerreichen Entdecker Lou Pearlman, 60. «Bei Lou abzuhängen war wie ins Disney Land zu gehen», erinnert sich A.J. «Er hatte jedes erdenkliche Spielzeug, das man sich vorstellen konnte.» Die echte Darth-Vader-Vigur zum Beispiel, Shaq O'Neills erste Basketball-Schuhe oder eine alte Coca-Cola-Maschine. Das grösste Highlight war aber, in Lous Villa Pornos zu schauen. «Das war, was junge Buben halt so tun», erklärt A.J. Eines Abends, als Lou gerade nicht da war, durchsuchten die fünf seine CD-Sammlung und fanden einen Film. «Wahnsinnig komisch», sei das gewesen. «Das war das erste Mal, dass Howie gesehen hat, wie sich zwei Mädchen küssten. Es war wie in einer Studentenverbindung, ohne zu trinken und ohne Chicks. Es war einfach lustig.»
Anmerkung: 2007 berichtete die «Vanity Fair» über Pearlmans «Passion für Jungs» und schrieb darüber, wie er Teenagern pornografisches Material gezeigt habe. A.J.s Mutter sagte damals, dass bei Nick Carter im Haus etwas vorgefallen sein müsse, dass ihm «nicht behagt» habe. «The Huffington Post» hat in ihrem Interview den Fall nicht angesprochen.

3. Nick und A.J. stritten das erste Mal wegen «Mario Kart».
Bei Videogames hört die Freundschaft auf. So wars jedenfalls bei Nick und A.J., als sie «Mario Kart» auf dem Nintendo spielten. Nick sei wütend geworden und habe die Fernbedienung nach A.J. geschmiessen, erinnert sich Kevin. Dann hätten sie sich auf dem Boden gebalgt. «Niemand wurde wirklich verletzt oder so, aber ich glaube, sie haben sich das Gesicht ein bisschen aufgekratzt.» Nach ein paar Minuten sei Brian dazwischen gegangen und habe die beide Streithähne getrennt. «Manchmal wurde es hitzig, aber gleichzeitig lieben wir uns alle.»

4. In den ersten Jahren waren die Backstreet Boys gezwungen, «McDonald's-Diät» zu halten.
Trotz Millionen Plattenverkäufen verdienten die fünf Jungs anfänglich wenig. «Die meisten von uns waren wirklich jung», sagt A.J. «Nick und ich waren noch in der Schule, sogar 100 Dollar war für einen 14-, 15-jährigen Jungen viel Geld.» Er wisse nicht mehr genau, wie viel er damals verdient habe, aber es sei nicht viel gewesen. Er habe sich gerade so das Essen während der Proben leisten können. «Ich war etwa sechs, sieben Jahre unserer Karriere auf McDonald's-Diät.» Seit 2008 ist bekannt, dass Entdecker Lou Pearlman mehrere seiner Boygroups um ihr Geld betrogen hat. Rund 12'000 Dollar pro Person jährlich war das bei den Backstreet Boys, wie Kevin Richardson weiss. «Lou war sehr gut darin, uns glücklich zu machen, wenn wir unterwegs waren. Er rief uns an und sagte ‹Hey, ich hole euch ab, lasst uns essen gehen.› Wir hatten nicht viele Ausgaben, weil wir immer auf Reisen und am Arbeiten waren.» Die fünf waren schwer enttäuscht, als Pearlmans Machenschaften ans Licht kamen. «Das war, wie wenn dein Vater nach 20 Jahren Ehe eines Tages nach Hause käme und deiner Mutter sagen würde: ‹Ach übrigens, ich hatte die letzten 20 Jahre Affären mit Nutten›», vergleicht es A.J.

5. A.J. kokste zum ersten Mal kurz vor den Dreharbeiten des «The Call»-Musikvideos.
Dass A.J. McLean parallel zu seiner Gesangskarriere noch eine Drogenkarriere startete, ist längst bekannt. Jetzt verrät er, dass man ihn im Videoclip zu «The Call» high habe sehen können - wenn auch getarnt hinter einer Sonnenbrille. «Wir wussten, dass die Dreharbeiten nachts stattfinden würde. Ich hatte gerade zu Abend gegessen und ein paar Gläser Wein getrunken und ging zurück auf mein Zimmer, um mich ein bisschen hinzulegen», schildert er. «Ich war definitiv nicht betrunken oder beschwipst, ich war nur müde, weil ich wusste, dass meine Einsatzzeit um etwa 3.30 Uhr am Morgen sein würde. Ich kam um etwa 9 Uhr abends vom Essen zurück und war erschöpft, und mein Kumpel sagte so etwas wie ‹Ok, ich habe etwas, das dich etwas aufbauen wird.›» Zuerst habe er höllische Angst gehabt, sofort daran zu sterben. Dann glaubte er, durchzudrehen. Er habe es niemandem in der Band gesagt und am Ende problemlos den Dreh überstanden. «Aber nach dieser Nacht ist mein Körper leider auf den Geschmack von etwas Neuem gekommen, und ich war süchtig.»

6. A.J. spielte oben ohne Bowling mit Stripperinnen und rannte nackt durch Hotels.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere genoss A.J. VIP-Status in einem Stripclub in Orlando. Klar, liess er es sich nicht entgehen, mit den Frauen nach deren Dienstschluss loszuziehen. Die Truppe ging oft bowlen - oben ohne. «Wir tranken viel und nahmen eine Menge Drogen», sagt der Bad Boy der Band. Er habe sich damals wie Gott gefühlt. Aber: A.J. hat auch oft alleine gefeiert, «wie traurig es ist, das sagen zu müssen». Er habe sich und seine Bandkollegen nicht blamieren und allfälligen Gefahren aus dem Weg gehen wollen. «Ich hätte rückblickend noch viel mehr machen können, aber zum Glück habe ich das nicht, weil ich sonst heute tot sein würde, in der Klapse oder im Knast.»

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